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Die „heilige Landschaft“ der Salisbury Plain

Menschen und Rituale

In der Nähe von Stonehenge finden sich zahlreiche weitere Monumente. Sie bilden eine Art „heilige Landschaft“. Laut neueren Thesen sollen dabei einst hölzerne Strukturen für das Reich der Lebenden und steinerne Monumente für das Reich der Toten gestanden haben.

Um zu verstehen, welche Rolle Stonehenge in der Jungsteinzeit und der frühen Bronzezeit gespielt haben könnte, muss man auch die vorgeschichtlichen Denkmäler der näheren Umgebung ins Auge fassen. Sie sind in vielen Fällen noch immer anhand von Bodenerhebungen oder modernen (Teil-)Rekonstruktionen sichtbar. Ausgrabungen und moderne geophysikalische Untersuchungsmethoden helfen den Archäologen dabei, das Alter dieser Anlagen, ihre mögliche Funktion sowie die Verbindungen zwischen ihnen zu erforschen.

Die ältesten Spuren des Menschen in der unmittelbaren Umgebung von Stonehenge entdeckte man 1966 bei der Anlage des bis 2013 genutzten Besucherparkplatzes unmittelbar neben dem Monument. Dabei handelt es sich um drei nur wenige Meter voneinander entfernte Pfostenlöcher, in denen im 8. Jahrtausend v. Chr. große Kiefernstämme steckten. Mesolithische Jäger und Sammler hatten die Anlage in der damals noch dicht bewaldeten Gegend aus heute unbekannten Gründen errichtet.

Lange blieb dieser Fund ebenso isoliert wie rätselhaft, doch seit 2005 ergaben Ausgrabungen an der Quelle von Blick Mead bei Amesbury umfangreiche Spuren menschlicher Anwesenheit, die sich ebenfalls bis ins 8. Jahrtausend v. Chr. zurückverfolgen ließen. Die Quelle, die aufgrund ihrer konstanten Wassertemperatur von elf Grad Celsius auch im Winter nicht zufriert, war für die damaligen Jäger und Sammler wohl der entscheidende Grund, hier ein Lager aufzuschlagen…

 

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Autor: Prof. Dr. Bernhard Maier

Den vollständigen Artikel lesen Sie in DAMALS 08/2021

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Schelf|eis  〈n. 11〉 im Bereich des Schelfs (Festlandssockels) auf dem Meer schwimmende großflächige Eisplatte, die vom Inlandeis gespeist wird und von der Eisberge ins Meer abbrechen

Mis|sing Link  〈n.; – –; unz.; Biol.〉 fehlendes Glied (z. B. in der Entwicklung vom Affen zum Menschen) [engl.]

Lun|gen|em|bo|lie  〈f. 19; Med.〉 Absterben eines Lungengewebsabschnitts infolge Verstopfung eines Blutgefäßes in der Lunge

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