Die Prophetin Mit Visionen zur Autorität - wissenschaft.de
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Die Prophetin

Mit Visionen zur Autorität

Zu Lebzeiten berühmt wurde Hildegard durch ihre Visionen, selbst der Papst erkannte ihre Gabe an. Mit Hilfe der „Gesichter“ baute sich die Nonne eine eigene Theologie auf, die ihrer Zeit weit voraus war und etwa die Gleichberechtigung von Mann und Frau vorsah.

Abt Kuno war empört. Magistra Hildegard, die Leiterin der Nonnen im Kloster der Benediktinermönche auf dem Disibodenberg, hatte ihn wissen lassen, dass ihr in einer Vision befohlen worden sei, sich „von der Stätte, an der ich Gott dargebracht worden war, mit meinen Nonnen zu einer anderen zu begeben“. Die 50-Jährige wollte auf dem Rupertsberg, gegenüber von Bingen, wo die Nahe in den Rhein mündet, ein Frauenkloster errichten. Der Abt reagierte mit einem entschiedenen Nein.

Hildegard wurde umgehend krank, „und während ich einige Tage lang auf dem Bett lag, hörte ich eine Stimme, die mir verbot, an jener Stätte noch länger etwas über diese Schau vorzutragen oder zu schreiben“. Die Prophetin trat 1148 in einen Visionsstreik, um ihren Abzug zu erzwingen.

Nach dem Tod Juttas von Sponheim, der ersten Magistra der Nonnenschar auf dem Disibodenberg, hatte Abt Kuno Hildegard, Juttas engster Vertrauten, „den Auftrag erteilt, … die Leitung der Schar zu übernehmen“. Gut fünf Jahre später, 1141, erfuhr er durch den Mönch Volmar von einem unheimlichen Vorgang in seinem Kloster…


Autorin: Dr. Barbara Beuys

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Den vollständigen Artikel lesen Sie in DAMALS 06/2020

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