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Rom ohne Monarch

Res publica

Das politische System der römischen Republik sorgte lange Zeit für Sicherheit und Stabilität. Die politische Macht lag dabei vor allem in den Händen der gesellschaftlichen Eliten.

Die Geschichte der römischen Republik beginnt mit einer spektakulären Aktion. Mutige Adlige stürzen im Jahre 509 v. Chr. den tyrannischen König Tarquinius Superbus, beenden das Projekt Monarchie und ersetzen das unpopuläre Königtum durch eine freiheitlich-republikanische Ordnung. So berichten es jedenfalls die späteren römischen Quellen.

Pate standen bei dieser verklärten Rekonstruktion der eigenen Frühgeschichte die negativen Erfahrungen mit den krisenhaften Zuständen in der Zeit der späten Republik. Die Vergangenheit wurde zu einer glückseligen Epoche stilisiert, in der all jene Tugenden und Werte im Überfluss vorhanden gewesen sein sollen, die man in seiner eigenen Gegenwart so schmerzlich vermisste – Patriotismus, Heroismus, Freiheitsdrang, Ordnungsstreben, Verantwortung für Staat und Gesellschaft.

In Wirklichkeit verlief der Übergang von der Monarchie zur Republik weitaus weniger turbulent und heldenhaft, als es die von den Machtkämpfen und Bürgerkriegen der späten Republik zermürbten Quellenautoren glauben machen wollen. Tarquinius Superbus (schon dieser Beiname „der Überhebliche“ ist verräterisch) wie auch sein großer Widersacher Iunius Brutus waren keine realen historischen Figuren. Sie wurden erfunden, um die Rollen „schlechter König“ und „guter Republikaner“ möglichst überzeugend zu besetzen…


 
Autor: Prof. Dr. Holger Sonnabend
 
Den vollständigen Artikel lesen Sie in DAMALS 11/2021
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