Katharina in Italien Spielball der Mächtigen - wissenschaft.de
Anzeige
Anzeige

Katharina in Italien

Spielball der Mächtigen

Die Jugend Katharinas von Medici war geprägt von den Machtkämpfen in Italien. Jahrelang war sie Geisel der Feinde der Medici. Ihr Großonkel Papst Clemens VII. spannte sie dann als Braut für seine Zwecke ein.

Eine bewegtere Lebensgeschichte als die der Katharina von Medici hätte der phantasiebegabteste Romancier kaum erfinden können: ein dramatisches Auf und Ab von Höhen und Tiefen, stets im Zeichen von Triumph und Bedrohung, Aufstieg und Absturz. Und zugleich eine Lehrzeit mit unvergesslichen Lektionen über den Menschen, über seine Gemeinheit und Grausamkeit, aber auch über seine Gefügigkeit, Formbarkeit und Lenkbarkeit durch die Techniken der Macht und des Terrors.

Was Niccolò Machiavelli (1469–1527) zur Ausbildung des perfekten Fürsten theoretisch niedergelegt hatte, erlebte Katharina von Medici in der rauhen Wirklichkeit: wie schnell Dankbarkeit in Hass umschlägt, wie wenig man sich auf Treueschwüre verlassen kann und dass es besser ist, gefürchtet zu werden als geliebt, dass man lügen und trügen, täuschen und sich des schönen Scheins bedienen muss, um Erfolg zu haben. Und wie schmal der Grat ist, auf dem die Herrschenden wandeln – und wie tief der Abgrund, in den sie bei fehlerhafter Ausübung ihrer Herrschaft zu stürzen drohen.

So wurde sie zur Idealfigur, nach der Machiavelli in Geschichte und Gegenwart vergeblich Ausschau gehalten hatte: zur vollendeten Inkarnation der Macht, die es in der männlichen Variante nicht gab, zur vollendeten Fürstin statt des Fürsten. Allerdings zeigten sich gegen Ende ihres bewegten Lebens auch die Grenzen einer Politik, die nur auf die Staatsräson setzte…


Autor: Prof. Dr. Volker Reinhardt

Anzeige

Den vollständigen Artikel lesen Sie in DAMALS 08/2020

Anzeige

DAMALS | Aktuelles Heft

Bildband DAMALS Galerie

Anzeige

Aktueller Buchtipp

Wissenschaftslexikon

Erd|öl|pech  〈n. 11; unz.〉 bei der Aufbereitung von Erdöl anfallende teerartige Stoffmischung (Bitumen)

Io|ni|sa|ti|ons|kam|mer  〈f. 21; Phys; Chem.〉 physikal. Gerät zum Nachweis u. zur Messung von Strahlungsgrößen von ionisierender Strahlung

New Eco|no|my  〈[njuıknmı] f.; – –; unz.; Wirtsch.〉 Gesamtheit der in den neueren Wirtschaftsbereichen (Internet, Informationstechnologie, Telekommunikation, Multimedia, Biotechnologie, Hightech u. a.) angesiedelten Unternehmen [engl., ”neue Wirtschaft“]

» im Lexikon stöbern
Anzeige
Anzeige