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Jugoslawiens „Goldenes Zeitalter“

Titoismus – Der dritte Weg

Nach Kriegsende war Tito bereits die unumstrittene Machtfigur Jugoslawiens. Er verordnete dem Land eine ganz eigene Form des Sozialismus. Der Kult um seine Person war im Gegensatz zu den sozialistischen Nachbarstaaten mehr als reine Propaganda.

Der Bruch zwischen der Sowjetunion und Jugoslawien, den Tito 1948 herbeigeführt hatte, traumatisierte die jugoslawischen Kommunisten. Sie waren mit der Verehrung der Sowjetunion als Mutterland der Revolution und auch mit dem Stalinkult politisch sozialisiert worden.

Tito jedoch setzte sich gegen die innenpolitischen Kritiker durch. Letztlich sprach seine Propaganda von einem „entschlossenem Nein“ Jugoslawiens gegenüber Stalin. Zusammen mit den Partisanenmythen bildete diese Behauptung der jugoslawischen Unabhängigkeit, die den staatspatriotischen Gefühlen der Menschen Auftrieb gab, die Grundlage für die breite Akzeptanz der Herrschaft Titos in der Bevölkerung. Zur Aura des Kriegshelden trat nun diejenige des Verteidigers der jugoslawischen Souveränität.

Geschickt schob Tito die Verantwortung für Fehlentwicklungen zwischen 1942 und 1948 denjenigen Funktionären in die Schuhe, die sich nicht gegen Stalin ausgesprochen hatten. Tito agierte entschlossen und ließ mithilfe der Geheimpolizei UDBA, die der serbische Kommunist Aleksandar Rankovi´c leitete, die sogenannten Kominformbüroler – das Kominform (Abkürzung für Kommunistisches Informationsbüro) war ein von Stalin dominierter überstaatlicher Zusammenschluss der kommunistischen Parteien – massenweise verhaften. Sie wurden auf der berüchtigten Gefängnisinsel Goli Otok („nackter Felsen“) vor der kroatischen Adriaküste interniert…


Autor: Dr. Marc Halder

Den vollständigen Artikel lesen Sie in DAMALS 02/2022

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