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Frauen im Kriegseinsatz

Unentbehrliche Helferinnen

Mit Beginn des Zweiten Weltkriegs stieg der Bedarf an weib-lichen Arbeitskräften sprunghaft. Hunderttausende zumeistjunge Frauen leisteten Kriegshilfsdienst oder übernahmen Aufgaben im Reichsluftschutzbund. Überzeugte Nationalsozialistinnen engagierten sich für „rassenhygienische“ Schulungen oder ließen sich als SS-Helferinnen ausbilden.

Der nationalsozialistischen Ideologie zufolge war der primäre Handlungs- und Arbeitsraum der Frau „ihr Mann, ihre Familie, ihre Kinder und ihr Haus“. „Wenn man sagt, die Welt des Mannes ist der Staat, die Welt des Mannes ist sein Ringen, die Einsatzbereitschaft für die Gemeinschaft, so könnte man vielleicht sagen, dass die Welt der Frau eine kleinere sei“, hatte Adolf Hitler 1934 gegenüber der NS-Frauenschaft erklärt. Die nun ins Extreme verkürzte Haltung des konservativen Bürgertums im Wilhelminischen Kaiserreich und in der Weimarer Republik führte nach 1933 zur Entlassung zahlreicher Frauen aus gehobenen Positionen im öffentlichen Dienst. Eine weibliche Vorgesetzte von Männern, das war in der nationalsozialistischen Diktatur nicht denkbar.

Entsprechend wurde die Zahl weiblicher Studentinnen auf zehn Prozent beschränkt. Doch nach der Überwindung der Massenarbeitslosigkeit der frühen 1930er Jahre machte sich bereits seit 1936 ein Arbeitskräftemangel vor allem in den kriegswichtigen Produktionszweigen bemerkbar. Spätestens seit Kriegsbeginn 1939 war die gewünschte Beschränkung der Berufsarbeit von unverheirateten Frauen auf niedere Dienste in Haus- und Landwirtschaft und die Freistellung von Ehefrauen für die Familienarbeit nicht mehr durchsetzbar. Angesichts des Kriegseinsatzes vieler Männer blieben zu viele Arbeitsplätze unbesetzt. Im Kriegsverlauf mussten zunehmend ausländische männliche und weibliche Zwangsarbeiter und Kriegsgefangene in Landwirtschaft und Fabriken kriegswichtige Arbeiten übernehmen…


Autorin: Prof. Dr. Sylvia Schraut

Den vollständigen Artikel lesen Sie in DAMALS 01/2022

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