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Die Außenpolitik Heinrichs VIII.

Als Feldherr eine Fehlbesetzung

Die traditionelle Rivalität zu Frankreich und der Anspruch, Schottland mit England zu vereinigen, waren Konstanten der durchaus kriegerischen Außenpolitik Heinrichs VIII. Von Erfolg gekrönt waren diese Bemühungen aber nicht. Das nachhaltigste außenpolitische Ereignis war das englisch-französische Gipfeltreffen am „Goldbrokatfeld“ bei Calais.

Eigentlich hatte alles recht vielversprechend begonnen: Während sein Vater Heinrich VII. sich auf die innere Stabilität Englands konzentriert hatte, verfolgte Heinrich VIII. von Anfang an eine aktivere Außenpolitik und scheute auch nicht vor kriegerischen Auseinandersetzungen zurück. Als er zum König gekrönt worden war, verfügte England gerade einmal über sieben Kriegsschiffe, wenige Jahre später ankerten 24 in den englischen Häfen – zunächst noch ohne wirkliche Betätigung. Doch als Papst Julius II. 1511 in Form der Heiligen Liga eine Allianz europäischer Mächte schmiedete, um Frankreich, das 1500 das Herzogtum Mailand erobert hatte, wieder aus Italien zu vertreiben, war England schnell überredet, einem Krieg gegen den traditionellen Feind Frankreich beizutreten. Bei den darauf folgenden kriegerischen Scharmützeln blieb Heinrich VIII. mal mehr, mal weniger erfolgreich. Um seinen traditionellen Verbündeten Frankreich zu unterstützen und Heinrichs Armee im Norden festzuhalten, marschierte zeitgleich der schottische König Jakob IV. in England ein – und wurde dort vernichtend geschlagen. Jakob IV. blieb auf dem Schlachtfeld zurück. Heinrich VIII. schien auf einem guten Weg zu sein: Margarete, die Witwe des schottischen Königs, die für ihren 17 Monate alten Sohn, Jakob V., regierte, war die Schwester des englischen Königs und trat offen für ein Bündnis mit England ein. Zudem hatte der Papst Heinrich VIII. für den Fall eines militärischen Erfolges auf dem Festland die französische Krone versprochen, auf die bereits der englische König Eduard III. 1338 Anspruch erhoben hatte – das Schicksal schien dem jungen König wohlgesonnen.

Doch wankelmütig ist das Leben und noch mehr die Politik: Frankreich versöhnte sich bald darauf mit dem neuen Papst, Leo X., und schloss auch mit den anderen Mächten der Heiligen Liga Frieden. Heinrich VIII. war isoliert, und es blieb ihm nichts anderes übrig, als sich ebenfalls – gegen großzügige Zahlungen von Seiten Frankreichs und die Inbesitznahme von Tournai durch England – mit Frankreich zu arrangieren. Immerhin gelang es ihm, durch die Heirat seiner Schwester Mary mit dem schon gebrechlichen französischen König Ludwig XII. ein festes Band mit dem französischen Königshaus zu knüpfen. Doch bereits nach 83 Tagen Ehe, am 1. Januar 1515, verstarb Ludwig XII. ohne männliche Erben. Der 20-jährige Schwiegersohn Ludwigs XII. bestieg den französischen Thron als König Franz I. …

Den vollständigen Artikel finden Sie in DAMALS 10/2012.

Birgit Ertl-Gratzel

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