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Forschung

Antike Reiseapotheke

Ein spätantiker Ratgeber weiß über 1000 Rezepte, mit denen Reisende sich auf ihrem beschwerlichen Weg durch das Römische Reich selbst helfen konnten.

„Häufig geschah es mir auf meinen Reisen, dass ich, wenn ich selbst oder die Meinen krank waren, die Bekanntschaft mit verschiedenen Betrügereien der Ärzte machte: Die einen verkauften ganz minderwertige Arzneien zu gewaltigen Preisen, andere wagten sich aus Gewinnsucht an Krankheiten, die sie nicht zu heilen verstanden. Auch habe ich erlebt, dass einige in dieser Art und Weise es darauf anlegten, Unpässlichkeiten, die sie in ganz wenigen Tagen oder sogar Stunden beheben konnten, sich lange Zeit hinziehen zu lassen, so dass sie sich lange an ihren Kranken bereichern konnten. Daher waren die Ärzte schlimmer als die Krankheiten selbst!“.

Über 1700 Jahre ist dieser Stoßseufzer alt. Mit ihm beginnt ein handliches Büchlein, in dem ein spätantiker Autor, der sich „Plinius Secundus Iunior“ (der Jüngere) nennt, Ratschläge zur Selbsthilfe gibt, wenn bei Reisen durchs Römische Reich körperliche Beschwerden auftreten: „Aus diesem Grund erschien es mir notwendig, von überall her Hilfsmittel für die Gesundung zu sammeln und in einem Brevier zusammenzufassen, um an allen Orten, an die ich auch komme, derartigen Machenschaften aus dem Weg zu gehen. Im Vertrauen auf diese Kenntnis kann ich seitdem eine Reise machen in dem Bewusstsein, dass jene Leute, wenn mich eine Krankheit befällt, keinen Profit aus mir herausschlagen oder meine Krankheit als eine Gelegenheit dazu ansehen werden.“ …

Den vollständigen Artikel lesen Sie in DAMALS 8/2016.

Prof. Dr. Kai Brodersen

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