Museum Archäologie im Kaufhaus - wissenschaft.de
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Museum

Archäologie im Kaufhaus

Eine echte Attraktion für Chemnitz ist das Sächsische Museum für Archäologie, das 2014 seine Pforten öffnete. Auf 3000 Quadratmetern kann der Besucher fast 300 000 Jahre sächsische Geschichte erleben – vom Neandertaler bis zum Eisenbahnzeitalter.

Untergebracht ist das Museum im ehemaligen Kaufhaus Schocken, jenem spektakulär gerundeten Bau, den der Architekt Ernst Mendelssohn 1927 entwarf. Die strenge Eleganz der Außenansicht findet sich in der Ausstellungsgestaltung wieder. Das Museum, dessen Grundlage die Ausgrabungen des Sächsischen Landes‧amtes für Archäologie bilden, arbeitet mit einer Vielzahl moderner Vermittlungsformen, von Bildschirmstationen, Filmen und Rekonstruktionen bis hin zu aufwendigen Panoramen. Einen Höhepunkt gibt es gleich zu Beginn: Zur vollen Stunde schwebt ein Modell des Landes Sachsen vom Erdgeschoss bis in die dritte Etage, derweil sich auf ihm im Zeitraffer die wichtigsten kultur- und naturgeschichtlichen Entwicklungen und Ereignisse ablesen lassen; Videoprojektionen machen es möglich.

Die besondere Stärke eines archäologischen Museums liegt in der Veranschaulichung jener frühen Zeiten, für die noch keine schriftlichen Quellen existieren. Davon kann man sich gleich überzeugen, wenn man die erste Ausstellungsebene betritt. Hier stehen die frühen Jäger und Sammler, die Zeit des Paläolithikums, im Mittelpunkt. Die ältesten menschlichen Spuren in Sachsen sind 280 000 Jahre alt und stammen von einer frühen Form des Neandertalers. In einem „Forschungslabor“ kann man sich über 150 Jahre Neandertaler-Forschung, deren Ergebnisse und Imaginationen informieren und sich auch selbst durch eine optische Verformung in einen „typischen Neandertaler“ verwandeln lassen. Ein „Gläserner Neandertaler“ zeigt dagegen, was wir anhand von Knochenfunden wirklich über dessen Aussehen wissen können. …

Dr. Heike Talkenberger

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