Das Ende der Magdalenenheime Ausgebeutet im Namen der Moral - wissenschaft.de
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Das Ende der Magdalenenheime

Ausgebeutet im Namen der Moral

Bis in die 1990er Jahre hinein wurden in Irland ehemalige Prostituierte und andere junge Frauen, die als moralisch „gefallen“ galten, in sogenannten Magdalenenheimen interniert, um dort Zwangsarbeit zu verrichten. Manche starben an den Folgen von Misshandlungen. Erst am 25. September 1996 schloss auf öffentlichen Druck das letzte dieser Heime.

Anfang der 1990er Jahre verspekulierten sich die Dubliner Nonnen von der „Congregation of Our Lady of Charity of the Good Shepherd“ (etwa: Orden der Barmherzigen Schwestern vom Guten Hirten) an der Börse. Zur Kompensation der Verluste verkauften die Ordensfrauen daher eines ihrer Grundstücke an einen Investor. Allerdings war das Areal im Stadtteil Drumcondra von besonderer Art: Auf ihm befand sich ein Massengrab. Die Schwestern einigten sich mit dem Käufer darauf, sich die Kosten für die Exhumierung und das Verbrennen der sterblichen Überreste von 133 Menschen zu teilen. Bemerkenswerterweise lösten dieses Vorgehen und der Fund eines Massengrabs noch keinen Skandal aus.

Dann aber häuften sich die Merkwürdigkeiten, und aus ersten zögerlichen Nachfragen wurde schließlich doch noch ein öffentlicher Aufschrei: In dem Grab fand man 22 weitere Leichen. Offenbar war allenfalls die Hälfte dieser Toten registriert und namentlich bestattet worden. Die mit der Exhumierung beauftragten Bestatter wunderten sich zudem darüber, dass einige Leichen mit Gipsbandagen beigesetzt worden waren, und bei einer Leiche fehlte sogar der Kopf. Diese Menschen waren allem Anschein nach in Eile und anonym verscharrt worden, den Überresten nach zu urteilen noch bis in die 1950er Jahre hinein. …

Den vollständigen Artikel lesen Sie in DAMALS 9/2016.

Prof. Dr. André Krischer

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