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Essay

Autoritäres Zwischenspiel

Der sogenannte Austrofaschismus ähnelte den benachbarten Diktaturen in Deutschland und Italien durchaus. Aber er verfügte nicht über deren absoluten Willen zur Macht.

Der März 1933 steht am Beginn einer zwölfjährigen Phase der Diktatur in der österreichischen Geschichte des 20. Jahrhunderts. Nicht unbegründet gilt dabei das austrofaschistische Regime, trotz seiner Rivalität und partiellen Gegnerschaft zum nationalsozialistischen Deutschland, als vorbereitend für die wesentlich brutalere NS-Herrschaft, die ihm folgte.

Die innenpolitische Situation in Österreich galt allerdings schon lange vor dem März 1933 als fragil – als die mit einer hauchdünnen Mehrheit im Nationalrat regierende bürgerliche Koalition den Rücktritt aller drei Parlamentspräsidenten benutzte, um eine vorgebliche „Selbstausschaltung“ des Parlaments zu postulieren und damit den Weg in die Diktatur zu beschreiten. Der britische Historiker Ian Kershaw hat in seinem Opus magnum über den „Höllensturz“ Europas im Zeitraum von 1914 bis 1949 daher die Ansicht vertreten, dass nicht das Abdriften Österreichs in eine Diktatur an sich überraschend gewesen sei, sondern der vergleichsweise späte Zeitpunkt. …

Den voll­stän­di­gen Ar­ti­kel le­sen Sie in DA­MALS 02/2018.

Zur Übersicht: Der Austrofaschismus. Österreich vor dem „Anschluss“

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