Literatur zum Deutschen Orden und zu den Ritterorden allgemein Bildbände und mehr - wissenschaft.de
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Literatur zum Deutschen Orden und zu den Ritterorden allgemein

Bildbände und mehr

Das Thema Ritterorden erfreut sich auch auf dem Buchmarkt größter Beliebtheit.

Literatur im Überblick Weitere Literatur im Überblick: Klaus Militzer, Die Geschichte des Deutschen Ordens. Stuttgart 2005. Hartmut Boockmann, Der Deutsche Orden. Zwölf Kapitel aus seiner Geschichte. München 1999. Martin-Andreas Schulz (Hrsg.), Die Chronik der Kreuzzüge. Gütersloh/München 2005. Feliciano Novoa Portela/Carlos de Ayala Martínez. Ritterorden im Mittelalter. Stuttgart 2006. Bernhart Jähnig (Hrsg.), Deutscher Orden und Preußenland. Marburg 2005. Christofer Herrmann, Burgen im Ordensland. Deutschordens- und Bischofsburgen in Ost- und Westpreußen. Ein Reisehandbuch. Würzburg 2006. Hans Altmann/Bernhard Siepen (Hrsg.), Burgen und Basare der Kreuzfahrerzeit. Petersberg 2006. Udo Arnold, Die Hochmeister des Deutschen Ordens 1190 – 1994. Marburg 1998. Walther Hubatsch, Albrecht von Brandenburg-Ansbach. Deutschordens‧hochmeister und Herzog in Preußen 1490–1568. Heidelberg 1960, Neuausgabe Köln 1965. Udo Arnold/Germanisches Nationalmuseum Nürnberg (Hrsg.), 800 Jahre Deutscher Orden. Gütersloh/München 1990. Marian Tumler/Udo Arnold, Der Deutsche Orden. Von seinem Ursprung bis zur Gegenwart. Bad Münstereifel 1992. Maike Trentin-Meyer (Hrsg.), Deutscher Orden 1190 – 2000. Ein Führer durch das Deutschordensmuseum in Bad Mergentheim. Baunach 2004.

Ausgewählte Rezensionen Ein Überblick über den Deutschen Orden Klaus Militzer, der bereits durch andere Publikationen zum Deutschen Orden hervorgetreten ist, hat mit seinem Werk „Die Geschichte des Deutschen Ordens“ eine gut lesbare Überblicksdarstellung, deren zeitlicher Schwerpunkt auf dem Mittelalter liegt, verfaßt. Aufgegliedert in übersichtliche Kapitel widmet Militzer sich in einem ersten Teil der Entstehung und Expansion des Deutschen Ordens im 13. Jahrhundert, darauf folgt eine Darstellung der Hochzeit des Ordens in den Jahren 1309 bis 1410. Ein weiterer umfangreicher Teil handelt vom Niedergang der Ordensherrschaften im Baltikum im 15. und 16. Jahrhundert. Als letztes wird ein kurzer Ausblick auf den Deutschen Orden in der Neuzeit gegeben. Der Autor behandelt dabei alle Korporationen des Ordens, wenn auch die Geschichte des Ordens im Preußenland besonders detailliert geschildert wird. Die Darstellung wird durch einige übersichtliche Karten und zwei Schemata zur Ordensstruktur ergänzt. Um einen intensiven Einblick in die Geschichte des weitverzweigten Deutschen Ordens zu erhalten, ist das Werk bestens geeignet. Klaus Militzer, Die Geschichte des Deutschen Ordens, Stuttgart 2005, Verlag W. Kohlhammer, Stuttgart 2005, 225 Seiten, € 25,-.

Die Ritter des Herrn Geistliche Ritterorden bilden eine eigene Form von Orden innerhalb des vielfältigen religiösen Lebens im Mittelalter. Worin die Gemeinsamkeiten und Besonderheiten bezüglich Entwicklung, Aufbau und Organisation der geistlichen Ritterorden liegen, zeigt Alain Demurger, von dem 1991 die Studie „Die Templer. Aufstieg und Untergang 1120-1314“ erschienen ist, in seinem neuen Werk „Die Ritter des Herrn. Geschichte der geistlichen Ritterorden“. Darin werden im ersten Teil die Entstehung und der Aufstieg der Ritterorden in der Zeit vom 11. bis 13. Jahrhundert geschildert. Eingeschoben wird dann der zweite Teil, der den Titel „Eine mittelalterliche Ordensfamilie eigener Art“ trägt und in dem Themen wie Struktur, Organisation und Aufgaben der Ritterorden behandelt werden. Die chronologische Abhandlung setzt Demurger im dritten Teil seines Werkes fort. Unter der Überschrift „Niedergang, Krise, Anpassung?“ legt er dar, wie sich die Ritterorden nach dem endgültigen Rückzug aus dem Heiligen Land der veränderten Situation anpaßten, indem sie neue Aufgaben übernahmen und sich auch geographisch gesehen andere Wirkungsbereiche suchten. Interessante Ausblicke auf das Verhältnis gegenseitiger Beeinflussung zwischen christlichen Ritterorden und der islamischen Gestaltung des „Heiligen Krieges“ gibt der Autor im Schlußteil. Durch den Vergleich der verschiedenen Ritterorden werden neue Aspekte der Geschichte der einzelnen geistlichen Ritterorden deutlich, die sich bei einer rein chronologischen Behandlung oder einer Beschränkung auf einzelne Orden wahrscheinlich so nicht herausgestellt hätten. Alain Demurger, Die Ritter des Herrn. Geschichte der geistlichen Ritterorden, Verlag C.H. Beck, München 2003, 399 Seiten, € 26,90.

Preußenland und seine Burgen In Ost- und Westpreußen, das der Deutsche Orden in langen Kämpfen zu seinem Territorium machte, entstanden im Mittelalter zahlreiche Burgen, von denen heute ein Großteil nur noch aus Ruinen besteht. Der Führer „Burgen im Ordensland. Deutschordens- und Bischofsburgen in Ost- und Westpreußen. Ein Reisehandbuch“ von Christofer Herrmann, der Professor an der Universität Allenstein ist und vor Ort die Bauten erforscht, stellt über 70 Deutschordens-, Bischofs- und Domkapitelsburgen vor. Zu jeder Burg gibt es kurze Erläuterungen zu Bausubstanz, Geschichte und Anfahrtsweg ergänzt durch Grundrisse und heutige Abbildungen, die leider alle in Schwarz-Weiß sind. Auch die Lesbarkeit der Karten im allgemeinen Einführungsteil, der einen Abriß zur Geschichte des Deutschordenslandes und zur Architektur der Burgen im Preußenland enthält, ist nicht die beste. Der Autor macht den Zusammenhang zwischen Ordensgeschichte und Burgenbau deutlich, der unter anderem darin besteht, daß nach der Niederlage des Deutschen Ordens in der Schlacht von Tannenberg 1410 keine neuen Burgen mehr gegründet wurden und mit Ausnahme der Marienburg auch keine größeren Umbaumaßnahmen mehr stattfanden. Das Reisehandbuch zu lesen, lohnt sich also auch für diejenigen, die keine Reise ins ehemalige Ordensland planen. Christofer Herrmann, Burgen im Ordensland. Deutschordens- und Bischofsburgen in Ost- und Westpreußen. Ein Reisehandbuch, Bergstadtverlag Wilhelm Gottlieb Korn, Würzburg 2006, 288 Seiten, € 24,90.

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Bad Mergentheim und der Deutsche Orden In Mergentheim, 1219 war eine Kommende des Deutschen Ordens dort gegründet worden, residierte von 1526 bis 1809 der Hoch- und Deutschmeister des Ordens. Mergentheim war also nach dem Verlust des Ordensgebietes in Preußen bis zur Säkularisation durch Napoleon über einen Zeitraum von beinahe 300 Jahren das Zentrum des Deutschen Ordens. Damit war auch eine bauliche Veränderung verbunden, aus der Burg der Herren von Hohenlohe wurde das Deutschordensschloß Mergentheim. Heute befindet sich in dem Gebäude das Deutschordensmuseum Bad Mergentheim, das den Besuchern die Geschichte des Ordens und der Residenz näherbringt. 2004 erschien der ausführliche Führer „Deutscher Orden 1190-2000. Ein Führer durch das Deutschordensmuseum in Bad Mergentheim“, für den Udo Arnold den Text zu den Epochen der Ordensgeschichte verfaßte. Außerdem sind zahlreiche Abbildungen der Exponate mit Beschreibungen und Exkurse zur Baugeschichte der Residenz Mergentheim enthalten. Umfassend und übersichtlich informiert der Führer über die Geschichte des Deutschen Ordens bis heute mit einem Schwerpunkt auf der Mergentheimer Epoche und ist daher mehr als nur ein einfacher Museumsführer. Maike Trentin-Meyer (Hrsg.) mit Text von Udo Arnold, Deutscher Orden 1190-2000. Ein Führer durch das Deutschordensmuseum in Bad Mergentheim, Spurbuchverlag, 1. Auflage Bad Mergentheim 2004, 105 Seiten, € 15,90.

Ritter und Mönche zugleich Zu Beginn des 12. Jahrhunderts entstand im Heiligen Land als erster Ritterorden und Modell für die späteren Gründungen der Templerorden. Aus der Aufgabe, die Pilger auf den gefährlichen Straßen zu schützen, entwickelte sich eine neue Ordensform, die religiöse Lebensführung mit dem Kampf gegen Nichtchristen verband. Zu den bekanntesten Ritterorden zählen neben den Templern die Johanniter und Malteser. Daneben entstanden auf der Iberischen Halbinsel im Zuge der Reconquista „nationale“ Orden, aber auch der Deutsche Orden ist dieser Sonderform zuzurechnen. Der großformatige Band „Ritterorden im Mittelalter“ gibt in verschiedenen Artikeln Einblick in die vielfältige Welt der mittelalterlichen Ritterorden, ist aber schwerpunktmäßig den Ritterorden in Iberien gewidmet. So steht an erster Stelle ein Überblicksartikel, darauf folgt ein Beitrag zum Johanniter- und Templerorden. Es findet sich auch eine Darstellung zum Deutschen Orden. Darin geht Philippe Josserand zu Beginn auf die nationalistische Propaganda und den Forschungsstand zum Deutschen Orden ein. Anschließend schildert Josserand die Entwicklung des Ordens bis zur Umwandlung in ein weltliches Territorium in Preußen. Der Band enthält über 200 prächtige Bilder, die für den Leser beinahe zu viel werden. Fast zu jedem Kapitel ergänzen übersichtliche Karten die informativen Texte. Das Werk ist also sowohl denjenigen zu empfehlen, die in die Geschichte der Ritterorden eingeführt werden wollen, als auch denjenigen, die Freude haben an einem schönen Bildband. Feliciano Novoa Portela / Carlos de Ayala Martínez (Hrsg.), Ritterorden im Mittelalter, Konrad Theiss Verlag, Stuttgart 2006, 240 Seiten, € 39,90 bis zum 31.12.2006, danach € 49,90.

Andrea Hauff

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