Das römische Ostia „Boomtown“ am Tyrrhenischen Meer - wissenschaft.de
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Das römische Ostia

„Boomtown“ am Tyrrhenischen Meer

Der römische Flottenstützpunkt Ostia an der Tiber-Mündung wurde in der Kaiserzeit auch zum wichtigsten Umschlagplatz für Getreide. Seit der ersten Hälfte des 2. Jahrhunderts zog es so viele Menschen in die geschäftige Hafenstadt, dass der Wohnraum knapp zu werden drohte.

Rund 30 Kilometer stromabwärts von Rom mündet der Tiber ins Tyrrhenische Meer. In der Nähe der Mündung soll nach der Überlieferung von Livius um 620 v. Chr. Ancus Marcius, der vierte König von Rom, das spätere Ostia gegründet haben. Im frühen 4. Jahrhundert v. Chr. wurde die Siedlung zur ersten römischen Bürgerkolonie mit dem Namen Colonia Maritima. Aus dieser Zeit stammt auch das älteste nachweisbare Bauwerk, das castrum. Dieses war nicht wie der Name suggeriert ein Militärlager, sondern eine mit einer großen Quadermauer befestigte Siedlung.

Colonia Maritima wurde zum Stützpunkt einer kleinen Flotte, mit Schiffshäusern im Bereich der Mündung. Der Kontrollpunkt ermöglichte einerseits einen direkten Zugang zum Handel im Meer, andererseits die Überwachung der nahe der Küste liegenden Salinen. Im Lauf des 2. und 1. Jahrhunderts v. Chr. wuchs das Siedlungsareal rasch an. Im frühen 1. Jahrhundert v. Chr. nahm es bereits eine 30-mal so große Fläche ein wie das frühere castrum.

Am linken und rechten Tiber-Ufer dominierten Gewerbebauten, Wohnhäuser wurden in den westlichen und süd‧lichen Bereichen der Siedlung errichtet. Ein stadtplanerisches Konzept ist für diese Zeit nur im Gebiet zwischen dem Decumanus Maximus, der Hauptachse, und dem Südufer des Tiber erkennbar. Es fällt auf, dass die Bauwerke im Norden der Stadt in ein orthogonales Raster eingebunden sind, während die Stadtquartiere im Süden und Westen diese Anordnung vermissen lassen. …

Den vollständigen Artikel finden Sie in DAMALS 7/2015.

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Prof Dr. Klaus Stefan Freyberger

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