Anzeige
Anzeige
1 Monat GRATIS testen, danach für nur 9,90€/Monat!

Gründung der Arabischen Liga

Bündnis der Uneinigen

Die Liga der arabischen Staaten, kurz Arabische Liga genannt, wurde am 22. März 1945 gegründet, um die Interessen aller Araber zu bündeln. 22 Mitgliedstaaten mit insgesamt 360 Millionen Einwohnern gehören heute dazu. Trotzdem spielt die Organisation international eine untergeordnete Rolle. Dazu trugen schon die Umstände ihrer Entstehung bei.

Das zu Beginn des 20. Jahrhunderts nur gering ausgebildete Nationalbewusstsein der arabischen Bewohner des Osmanischen Reiches erhielt erst durch die Frontstellung des Ersten Weltkriegs zwischen Entente (anfangs Großbritannien und Frankreich) und Mittelmächten (Deutsches Reich, Österreich-Ungarn und Osmanisches Reich) eine politische Dimension. Im November 1914 hatte der osmanische Sultan in seiner Funktion als Kalif zum „heiligen Krieg“ gegen die ungläubigen Feinde aufgerufen. Großbritannien sah sich deshalb seit 1915 nach einer arabischen, muslimischen Persönlichkeit um, die hinreichend renommiert war, um diesem Aufruf die Gefolgschaft zu entziehen. Der britische Vorschlag, das Kalifat wieder in „arabische Hände“ zu legen, wurde vom Scherifen Hussein von Mekka, aus der Prophetenfamilie der Bani Haschem (Haschemiten), bereitwillig aufgenommen.

Britische Emissäre, unter ihnen Thomas Edward Lawrence („Lawrence von Arabien“), bewegten den Scherifen schließlich im Juni 1916 zum offenen Aufstand gegen die Osmanen. Als Gegenleistung für die militärische Unterstützung stellte die britische Regierung die Errichtung eines unabhängigen arabischen Staates nach dem Sieg in Aussicht. Die Aufständischen konnten allerdings nicht wissen, dass sich London schon 1916, also lange vor der Kapitulation der Osmanen am 30. Oktober 1918, insgeheim mit Paris über die Aufteilung der arabischen Provinzen des Osmanischen Reiches geeinigt hatte (Sykes-Picot-Abkommen). Nachdem Faisal, der Sohn des Scherifen Hussein, Anfang Oktober 1918 gemeinsam mit den britischen Truppen in Damaskus einmarschiert war, schickte er sich an, die syrische Metropole zur Hauptstadt des nun zu errichtenden arabischen Reichs zu machen. Am 5. Oktober 1918 ernannte er eine provisorische Regierung und ließ sich am 7. März 1920 zum König von (Groß-)Syrien ausrufen. …

Den vollständigen Text lesen Sie in DAMALS 3/2015.

Prof. Dr. Henner Fürtig

Anzeige
Anzeige

DAMALS | Aktuelles Heft

Bildband DAMALS Galerie

Der Podcast zur Geschichte.

Geschichten von Alexander dem Großen bis ins 21. Jahrhundert. 2x im Monat reden zwei Historiker über ein Thema aus der Geschichte. In Kooperation mit DAMALS – Das Magazin für Geschichte.

Hören Sie hier die aktuelle Episode:

Anzeige

Wissenschaftslexikon

Ok|ta|chord  〈[–krd] n. 11; Mus.〉 Instrument mit acht Saiten [<lat. octo … mehr

Tanz  〈m. 1u〉 1 rhythmische, meist von Musik begleitete Körperbewegungen u. Gebärden, urspr. als Ausdruck von Empfindungen, Vorstellungen, Gedanken, auch als Beschwörung 2 die dazu gespielte od. gesungene Musik … mehr

Chlor|kalk  〈[klor–] m. 1; unz.; Chem.〉 weißes, schwerlösliches, nach Chlor riechendes Pulver, wird zum Bleichen von Textilien, Papier u. a. verwendet; Sy Bleichkalk … mehr

» im Lexikon stöbern
Anzeige
Anzeige
[class^="wpforms-"]
[class^="wpforms-"]
[class^="wpforms-"]
[class^="wpforms-"]
[class^="wpforms-"]
[class^="wpforms-"]