Erhard Milch Der Architekt der Luftwaffe - wissenschaft.de
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Erhard Milch

Der Architekt der Luftwaffe

Generalfeldmarschall, Staatssekretär der Luftfahrt, Generalinspekteur der Luftwaffe, Generalluftzeugmeister und Präsident der Deutschen Lufthansa – Erhard Milch (1892–1972), war mit dem Aufstieg und Untergang des „Dritten Reiches“ an herausragender Stelle eng verbunden.

Geboren 1892 in Wilhelmshaven, wuchs Erhard Milch nach der Trennung der Eltern bei der Mutter in Berlin auf. Treue zu Kaiser und Vaterland war, wie er vor dem Nürnberger Militärgericht sagte, „die einzige politische Belehrung“, die er im Elternhaus und später als Offizier erhielt. 1911 trat er als Fahnenjunker beim Fußartillerieregiment 1 ein. Da er schon als Schüler vom Fliegen fasziniert war, absolvierte er im Weltkrieg eine Beobachterausbildung und wurde 1915 zur Artilleriefliegerabteilung 204 an die Westfront versetzt. Nach dem Krieg ging er zum Grenzschutz Ost, schied aber 1920 aus dem aktiven Dienst aus und trat in die Lloyd-Ostflug GmbH von Hugo Junkers und Gotthard Sachsenberg ein. Seit 1922 leitete Milch die Firma Junkers-Luftverkehr. Auf Geschäftsreisen lernte er Nord- und Südamerika sowie die Sowjetunion kennen.

Nach einem harten Konkurrenzkampf und infolge der Konzentrationspolitik des Leiters der Luftverkehrsabteilung im Reichsverkehrsministerium Ernst Brandenburg blieben von 38 Luftfahrtgesellschaften 1925 nur Junkers-Luftverkehr und Aero-Lloyd übrig. Als Junkers‘ Firma nach Fehlspekulationen zahlungsunfähig wurde, sprang Brandenburg mit Subventionen ein – und erzwang 1926 den Zusammenschluss der beiden zu einer einzigen nationalen Fluggesellschaft: der Deutschen Lufthansa AG (mit Milch als einem der Direktoren). Für deren Interessen setzte sich – gegen Barzahlung – im Reichstag unter anderen Hermann Göring ein.

Anfang 1929 erklärte Milch gegenüber Göring seine Bereitschaft, in die NSDAP einzutreten. Aus taktischen Gründen lehnte Hitler ab: Als Nicht-Mitglied könne er mehr für die Partei tun. Man hielt ihm aber eine niedrige Mitgliedsnummer frei. Erst im März 1933 wurde er mit Eintrittsdatum 1. April 1929 Parteimitglied.

Göring hatte Milch 1932 wiederholt gedrängt, im Fall der Regierungsübernahme durch Hitler Staatssekretär im dann neu zu schaffenden Luftfahrtministerium oder in der preußischen Regierung zu werden. Als gesichert war, dass Milch ehrenamtlich Vorstandsmitglied der Deutschen Lufthansa bleiben konnte, wurde er am 3. Februar 1933 Stellvertretender Reichskommissar für die Luftfahrt und am 22. Februar Staatssekretär des Reichskommissariats, das am 1. Mai zum Reichsluftfahrtministerium wurde. Er war nun der ständige Vertreter Görings an der Spitze der deutschen Luftfahrt…

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Dr. Horst Boog

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Kunst|licht  〈n. 12〉 künstliches Licht von elektrischen Beleuchtungskörpern, z. B. von Neonröhren od. Glühlampen, im Gegensatz zum Sonnenlicht

Tra|gö|die  〈[–dj] f. 19〉 1 〈Theat.〉 Schauspiel vom schicksalhaften Untergang eines Menschen, der in den unausweichlichen Konflikt zw. zwei (moralischen) Forderungen gerät u. dadurch unabwendbar schuldig wird; Sy Trauerspiel ( ... mehr

zäh|nen  〈V. t.; hat〉 mit Zähnen (Zacken) versehen; oV 〈selten〉 zähneln ( ... mehr

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