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Maya-Guerilla in Mexiko

Der Aufstand der Zapatistas

Eine bewaffnete Erhebung erschütterte am 1. Januar 1994 den Staat Mexiko – und präsentierte der Weltöffentlichkeit zugleich einen unerwarteten Akteur: die „Zapatistas“, Maya aus dem entlegenen Südosten des Landes, die sich nach dem legendären Revolutionär Emiliano Zapata benannten.

Besucher wie Bewohner des pittoresken Kolonialstädtchens San Cristóbal de las Casas in der Provinz Chiapas staunten nicht schlecht, als sie am Neujahrsmorgen des Jahres 1994 auf Hunderte mit Halstüchern und Skimasken maskierte Männer und Frauen trafen: Indigene aus dem nahen Regenwald, dem „Lacandonenwald“ (benannt nach einer Maya-Gruppierung). Diese hatten in der Silvesternacht das beliebte Touristenstädtchen ebenso „besetzt“ wie vier andere Bezirkshauptstädte in der südöstlichen Provinz Chiapas. Ihre erste „Deklaration des Lacandonenwaldes“ begann mit den Worten: „Heute sagen wir: Es reicht!“ („Ya basta“). Unter den behelfsmäßig uniformierten Tzotzil und Tzeltal (beides Maya-Gruppierungen) befand sich ein Weißer mit Wollmütze, der sich Subcomandante Marcos nannte und sichtlich gut gelaunt mit Reisenden und Reportern plauderte.

Auch der Rest des Landes kam aus dem Staunen nicht heraus. Bürger, Intellektuelle und auch Aktivisten fragten sich völlig überrumpelt, wer diese Leute waren, die sich „Zapatistische Armee zur Nationalen Befreiung“ (Ejército Zapatista de Liberación Nacional, EZLN) nannten und damit den so populären wie tragischen Helden der mexikanischen Revolution (1910 –1917) im Namen trugen? „Sie kamen aus dem Nichts“, schrieb damals der Kriminalschriftsteller Paco Ignacio Taibo II, der wie viele das Geschehen aus der Hauptstadt verfolgte. „Ich habe das Haus die letzten drei Tage nicht verlassen, außer um die Zeitung zu kaufen. Ich telefoniere, höre Radio und schaue mit der Faszination des Blinden, der das Bild entdeckt, in die Glotze.“ …

Den vollständigen Artikel finden Sie in DAMALS 01/2014.

Dr. Anne Hufschmid

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