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Österreich-Ungarn 1914–1918

Der Krieg führte zum Zerfall

Die 1914 in Österreich-Ungarn gehegte Hoffnung, daß der Krieg zu einem Befreiungsschlag und mit ihm die Probleme des Vielvölkerstaats gelöst werden könnten, erfüllte sich nicht. Im Gegenteil: Am Ende stand der Untergang des Habsburger-Reichs.

Der Erste Weltkrieg brach auf dem Boden der Habsburger?Monarchie aus und endete mit ihrem Zerfall. Voran?gegangen waren Jahrzehnte der Krise. Diese zeigte sich außenpolitisch im Konflikt auf dem Balkan, zuletzt während der Bosni?schen Annexionskrise von 1908/09 und den Balkankriegen 1912/13. Innenpolitisch waren die bestimmenden Themen die Macht?verhältnisse zwischen Österreich und Ungarn (Dualismus) sowie der politische Aufbruch der kleineren ethni?schen Gruppen, also Tschechen, Slowaken, Polen, Serben, Kroaten und Slowenen. Vor diesem Hintergrund wird klar, warum der Ausbruch des Krieges von Teilen der politischen und militärischen Elite als befreiender Ausweg aus einer bedrückenden Dauerkrise begrüßt wurde. Das Kriegsjahr 1914 entsprach diesen Hoffnungen jedoch nicht: Der Angriff auf Serbien, der von zahlreichen Kriegsverbrechen gegen die Zivilbevölkerung begleitet war, endete in einem Desaster. In Galizien bedrohte das russische Heer die ungarische Tiefebene. 1915 brachte zunächst eine Entspannung der Lage an der Ostfront, doch trat im Mai mit Italien ein neuer Kriegsgegner auf den Plan. In den Alpen und am Lauf des Isonzo entstanden neue Fronten. Der Krieg im Hochgebirge fand unter unvorstellbaren Bedingungen statt. Im Karstgebiet am Isonzo entwickelte sich ein industrialisierter Materialkrieg wie an der Westfront. Zwischen 1915 und 1917 mußten die Österreicher hier elf italienische Offensiven abwehren, die die Armeen beider Seiten regelrecht ausbluteten. Im Herbst 1915 eroberten österreichische und deutsche Truppen Serbien. Eine als „Strafexpedition“ apostrophierte Offensive gegen Italien scheiterte. Im Sommer brach an der Ostfront die russische Brussilow-Offensive los, die die k. u. k. Armeen an den Rand der Vernichtung führte. Im August trat schließlich Rumänien auf seiten der Entente in den Krieg ein, hier drohte also ein neuer Gegner…

Dr. Markus Pöhlmann

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