Iran im Zweiten Weltkrieg Der persische Korridor - wissenschaft.de
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Iran im Zweiten Weltkrieg

Der persische Korridor

Im August 1941 marschierten Briten und Sowjets in Persien ein – Alleinherrscher Resa Khan hatte sich in den Jahren zuvor zunehmend Nazi-Deutschland zugewandt. Den Invasoren ging es sowohl um die Sicherung der Ölquellen als auch um einen Landweg, auf dem die Westalliierten kriegswichtige Güter in die UdSSR liefern konnten.

Persien, der heutige Iran, war im Verlauf des 19. Jahrhunderts in halbkoloniale Abhängigkeit von Großbritannien und Russland geraten. 1907 teilten beide Mächte Persien sogar untereinander auf und beließen der nominell herrschenden Kadscharen-Dynastie nur einen schmalen „Pufferstreifen“ mit Teheran im Zentrum. Im britisch kontrollierten Südpersien waren 1901 erste nennenswerte Erdölvorkommen gefunden worden. 1909 wurde die „Anglo-Persian Oil Company“ (APOC) gegründet. Damit begann der Aufstieg des Nahen Ostens zu einer der strategisch bedeutendsten Regionen der Erde.

Der Erste Weltkrieg veränderte die Lage in und um Persien grundlegend. Nicht nur, dass das Land selbst verheerende Kriegsfolgen zu tragen hatte, Russland war zudem nach der Oktoberrevolution von 1917 als Einflussmacht ausgeschieden. Mehr noch, die neue Sowjetmacht verzichtete sogar auf alle früheren zaristischen Privilegien in Persien. Der Versuch Großbritanniens, seinen Einfluss unter diesen Umständen nun auf ganz Persien auszudehnen, scheiterte bis 1920 am entschiedenen Widerstand der einheimischen Bevölkerung.

Autor: Prof. Dr. Henner Fürtig

Den vollständigen Artikel lesen Sie in DAMALS 04/2019

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