Mittelalterliche Sturmfluten an der Nordsee Die großen "Mandränken" - wissenschaft.de
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Mittelalterliche Sturmfluten an der Nordsee

Die großen „Mandränken“

Im Mittelalter und in der frühen Neuzeit forderten Sturmfluten an der Nordsee Tausende Opfer. Ganze Küstenstreifen und Inseln verschwanden im Meer, darunter auch das sagenumwobene Rungholt.

Bevor die Menschen im 12. Jahrhundert begannen, an der Nordsee küstenparallele Deiche zu bauen, konnte sich bei einer Sturmflut das Meer weit über die Seemarschen verteilen. Die Menschen fanden auf den Warften Schutz, die wie die heutigen Halligen im nordfriesischen Wattenmeer aus der Wasserwüste herausragten. Mit dem Deichbau änderte sich das. Die eingedeichten Flächen wurden dauerhaft besiedelt. Aus den einst salzigen Marschen wurden nach und nach fruchtbare Ackerböden und Weideland. Die Erträge reichten aus, um eine wachsende Bevölkerung zu ernähren.

Doch das neu geschaffene Paradies war ständig bedroht. Alles hing davon ab, ob die Deiche der nächsten Sturmflut trotzten. Die Instandhaltung dieser Bauwerke hatte daher oberste Priorität. Im 1230 verfassten „Sachsenspiegel“ des Eike von Repgow findet sich ein Paragraph zum Dammbau entlang von Flüssen, der aber auch für Deiche gelten konnte: „Jedwedes Dorf soll einen Teil des Dammes festigen vor der Flut. … Wer von ihnen nicht hilft, bessern den Damm, der hat verwirkt alles Erbe, das er binnen dem Damm hat.“ …

Den vollständigen Artikel finden Sie in DAMALS 09/2014.

Dr. habil. Dirk Meier

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