Ursprünge der christlichen Nächstenliebe Die guten Menschen der Antike - wissenschaft.de
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Ursprünge der christlichen Nächstenliebe

Die guten Menschen der Antike

In einer antiken Umwelt, in der organisierte Wohltätigkeit die Ausnahme war, fielen die Christen auf: Nächstenliebe und Barmherzigkeit – Caritas und Misericordia – waren attraktive Elemente der neuen Religion. Nur die Juden kannten diese Tradition.

Wenn wir heute an die Ursprünge frühchristlicher Barmherzigkeit denken, dann denken wir automatisch an diese Worte aus dem Matthäus-Evangelium: „Was ihr dem Geringsten meiner Brüder getan habt, das habt ihr mir getan“, sagt Jesus Christus, „denn ich war hungrig, und ihr habt mich gespeist, ich war durstig, und ihr habt mich getränkt, ich war Fremdling, und ihr habt mich beherbergt, ich war nackt, und ihr habt mich bekleidet, ich war krank, und ihr habt mich gepflegt, ich war im Gefängnis, und ihr habt mich besucht“ (Matthäus 25, 40 und 35–36).

Diese Sätze gelten als Grundlage und Richtschnur aller christlichen Fürsorgetätigkeiten: Hungernde, Durstige, Fremde, Nackte, Kranke und Gefangene sind Objekte der christlichen Fürsorge. Die meisten von ihnen sind Arme. Durch die Verbindung der Nächstenliebe mit der Christus-Nachfolge steht der Fürsorgebereich in den christlichen Gemeinden in seiner Bedeutung an ganz exponierter Stelle.

Die Christen wandten sich gerade den Hilfesuchenden zu, und zwar den verarmten alten und jungen Witwen, die nicht mehr heiraten konnten oder wollten, den verarmten und verwaisten Kindern, die noch nicht arbeiten konnten, den von allen verlassenen Kranken, die zuweilen auch dement und alt waren, sowie alten, von ihren Herren verstoßenen Sklaven. Auch verarmte Fremde und Bürger, die sich bettelnd ihren Lebensunterhalt verschaffen mussten, erhielten Almosen. Christen, die aufgrund ihres Glaubens in den Gefängnissen schmachteten oder als Strafsklaven in Bergwerke oder auf einsame Inseln verbannt waren, wurden ebenfalls versorgt. Auch Nicht-Christen wurde in Notsituationen geholfen, so wie beim Ausbruch der Pest in Nordafrika, als Bischof Cyprian (gest. 258) und seine Gemeinde die Opfer pflegten. …

Den vollständigen Artikel finden Sie in DAMALS 7/2015.

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Prof. Dr. Elisabeth Herrmann-Otto

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