Militärtechnik Die Maschinerie des Kriegs - wissenschaft.de
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Militärtechnik

Die Maschinerie des Kriegs

Die Überlegenheit des römischen Militärs beruhte auch auf dessen ausgefeilter Waffentechnik. Mit riesigen Belagerungstürmen und durchschlagsstarken Pfeilgeschützen besiegten die Römer fast jeden Feind.

Im Jahr 52 v. Chr. bekamen die gallischen Verteidiger der Stadt Avaricum (heute Bourges) die ganze Wucht der römischen Belagerungsmaschinerie zu spüren. Caesar war es nicht gelungen, die Stadt vollständig einzunehmen, daher versuchte er, sie zu entfestigen, also ihre Mauer zu zerstören oder zu überwinden. Die Stadtmauer, ein sogenannter murus Gallicus, bestand aus einem Holzfachwerk, in dessen Zwischenräume Steine geschüttet worden waren. Gab das hölzerne Skelett der Mauer nach, stand der Angreifer vor einer losen Schotterhalde, die nur schwer zu übersteigen war. Caesar ließ einen Damm bauen, über den zwei Belagerungstürme in Richtung der Mauer gerollt wurden. Im Schutz der Türme sollte von einer Plattform aus der Angriff erfolgen. Zudem wurden sichelartige Haken gegen die Mauer geschleudert, um sie niederzureißen.

Die Verteidiger auf der anderen Seite unterminierten den Damm, versuchten die Haken abzuwehren und die Belagerungstürme in Brand zu setzen. Caesar lobte in seinem späteren Bericht seine Feinde: Sie hätten die Fähigkeit besessen, sich schnell an seine Angriffsstrategien anzupassen und entsprechend zu reagieren. Kurzfristig hatten die Verteidiger Erfolg, es gelang ihnen, einen Belagerungsturm in Brand zu setzen. Einzelne gallische Kämpfer versuchten, weiteres Brennmaterial ins Feuer zu werfen. Sie wurden dabei jedoch einer nach dem anderen von den Pfeilen der römischen Katapulte getroffen. Schließlich gelang es den Römern, den Brand zu löschen und die Mauer zu überwinden. Avaricum wurde eingenommen und ein Großteil der gallischen Verteidiger getötet. …

Den vollständigen Artikel finden Sie in DAMALS 07/2014.

Prof. Dr. Burkard Meißner

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