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Mexikanisch-Amerikanischer Krieg

Die „San Patricios“ – Helden oder Verräter?

Im Mexikanisch-Amerikanischen Krieg sorgte eine Eliteeinheit auf Seiten Mexikos für Auf‧sehen: die „San Patricios“. In ihr dienten vor allem katholische Iren und Deutsche, die aus US-Einheiten desertiert waren. Ihren Seitenwechsel bezahlten die meisten mit dem Leben.

Es war der 13. September 1847: Während US-ameri‧kanische Truppen das Schloss von Chapultepec in Mexiko-Stadt stürmten, beobachtete Oberst William Harney aufmerksam die mexikanische Fahne, die immer noch über dem Schloss wehte. Er hatte den Auftrag, 30 zum Tod verurteilte Gefangene des mexikanischen „San Patricio“-Bataillons in genau dem Moment zu hängen, in dem die amerikanische Fahne als Zeichen des Sieges über Chapultepec aufgezogen würde. Die „San Patricios“ waren eine vorwiegend aus irischen und deutschen Katholiken bestehende Eliteeinheit der mexikanischen Armee. Einem der 30 Männer waren am Vortag beide Beine amputiert worden. Als der behandelnde Militärarzt Bedenken ge‧äußert hatte, den Sterbenden zum Galgen zu bringen, hatte Harney geantwortet: „Bring den verdammten Hurensohn heraus! Ich habe Befehl, 30 zu hängen, und bei Gott, das werde ich auch tun!“.

Am Ausgang der Schlacht konnte es angesichts der besseren Ausbildung und Bewaffnung der US-Amerikaner keinen Zweifel geben, dennoch wehrten sich die Mexikaner tapfer. Einer der das Schloss verteidigenden Kadetten, Juan Escutia, stürzte sich mit der mexikanischen Fahne von den Mauern in den Tod, um sie nicht in die Hände der Amerikaner fallen zu lassen. Zusammen mit fünf anderen bis zum Tod kämpfenden Kadetten im Alter von 13 bis 19 Jahren ist er bis heute als eines der „niños heroes“ (Heldenkinder) in Mexiko bekannt. Um 9.30 Uhr war der Kampf beendet − die „Stars and Stripes“ wurde aufgezogen. In diesem Moment gab Harney den tödlichen Befehl. Zehn „San Patricios“, die nicht zum Tod verurteilt worden waren, wurden gebrandmarkt, ausgepeitscht und nach Zwangsarbeit unehrenhaft aus der Armee ausgestoßen. …

Den vollständigen Artikel lesen Sie in DAMALS 9/2016.

Katrin und Sascha Möbius

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