Antibolschewismus in Europa Ein Gespenst geht um - wissenschaft.de
Anzeige
Anzeige

Antibolschewismus in Europa

Ein Gespenst geht um

Die Staatslenker im übrigen Europa blickten 1917 besorgt in Richtung Russland. Sie fürchteten, die Revolution könnte überspringen. Die Auseinandersetzung mit dem Bolschewismus wurde zu einem zentralen politischen Thema der Nachkriegszeit.

Am 11. November 1918, dem Tag, an dem an der Westfront der Erste Weltkrieg zu Ende ging, schrieb die britische Sozialreformerin Beatrice Webb – gemeinsam mit ihrem Ehemann Sidney hatte sie die London School of Economics und die Zeitschrift „The New Statesman“ gegründet – in ihr Tagebuch: „Überall stürzen die Herrscher und sind die Begüterten insgeheim am Zittern. Wie lang wird es wohl dauern, bis die Flut der Revolution die Welle des Triumphs einholt? Das ist die Frage, die Whitehall und den Buckingham-Palast derzeit umtreibt und sogar den Umsichtigeren unter den Demokraten größte Sorgen bereitet.“

Webbs „Sorgen“ vor einer europaweiten Revolution wurden vielerorts in Europa geteilt, zumal sich mit dem Ende der Kampfhandlungen an der Westfront das Augenmerk der Öffentlichkeit stärker auf die Ereignisse in Russland richtete, wo die Bolschewiki unter Führung Lenins bereits im Herbst 1917 erfolgreich gegen die demokratisch legitimierte Provisorische Regierung geputscht und ihr Land in der Folge in einen immer weiter eskalierenden Bürgerkrieg gestürzt hatten.

Mit der Niederlage Deutschlands und Österreich-Ungarns schien sich die Revolution ins Herz Europas auszuweiten. …

Den voll­stän­di­gen Ar­ti­kel le­sen Sie in DA­MALS 10/2017.

Anzeige

Zur Übersicht: Oktober 1917. Europa und die Russische Revolution.

Anzeige

DAMALS | Aktuelles Heft

Anzeige

Aktueller Buchtipp

Wissenschaftslexikon

Error thrown

Cannot use object of type WP_Query as array