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Die Salonnière Rahel Varnhagen

Ein wahrer „Menschenmagnet“

Die Salonnière Rahel Levin Varnhagen war eine Meisterin der Kommunikation. Sie schuf neue Denkräume und hinterließ in ihren Briefen ein literarisches Werk.

Als geistreichste Frau des Universums“ rühmte sie Heinrich Heine: Rahel Levin, verheiratete Varnhagen, wurde als originell und witzig, scharfsinnig und charmant beschrieben. Ihre unbestrittenen Fähigkeiten als „Menschenmagnet“ entfaltete sie im flüchtigen Element des Gesprächs, das sie in ihrem Berliner Salon pflegte. Was aber bleibt von ihr? Anders als Zeitgenossinnen, etwa Dorothea Schlegel oder Rebecca Friedländer, hat Rahel Varnhagen nämlich keine Romane verfasst, geschweige denn, sich wie die Männer mit Epen oder gelehrten Abhandlungen einen Namen gemacht. Was wir von ihr selbst heute noch lesen können, sind ihre zahllosen Briefe.

In ihnen entsteht situativ das Bild der Rahel mit ihrem Ehrgeiz und ihrem Selbstbewusstsein ebenso wie mit ihren Zweifeln und ihrem Schmerz, gehalten in einem impulsiven und emphatischen Duktus. Dieser entsprach ihrem Temperament ebenso wie dem Geschmack der Zeit, der der Individualität und Originalität huldigte. Der Reiz der Briefe liegt in ihrer scheinbaren Unmittelbarkeit, hinter der sich ein großes literarisches Können verbirgt. Briefe waren nämlich zur damaligen Zeit keine rein privaten Äußerungen; sie hatten einen halböffentlichen Charakter, waren wohlkomponiert und wurden so verfasst, dass sie weitergegeben und auch vorgelesen werden konnten.

Heute sieht die Literaturwissenschaft daher in diesen Briefen Rahel Varnhagens schriftstellerisches Werk, das durch die ausführliche Selbstdokumentation und Innenschau einer deutschen Jüdin um 1800 einzigartig ist…


Autorin: Dr. Heike Talkenberger

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Den vollständigen Artikel lesen Sie in DAMALS 06/2021

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