Das Erdbeben von Lissabon Ende und Auferstehung einer Metropole - wissenschaft.de
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Das Erdbeben von Lissabon

Ende und Auferstehung einer Metropole

Ein Erdbeben vernichtete am 1. November 1755 große Teile der Stadt Lissabon. Bis zu 30 000 Menschen starben durch das Beben sowie einen Tsunami und Großbrände allein in der portugiesischen Hauptstadt. Auch in Nordafrika und anderen Teilen Europas gab es Verheerungen mit zahlreichen Opfern.

Lissabon am 1. November 1755, morgens: Ein Hamburger Kaufmann saß um 9.57 Uhr in einer Kammer seines fünfstöckigen Hauses und erbaute sich an diesem kirchlichen Festtag – es war Allerheiligen – an einer Predigt, die er las. „Plötzlich hörte ich mein Haus beben“, schrieb er später. Er rannte die Treppen hinunter. „Unten fand ich meine Knechte auf den Angesichten liegen und zu Gott um Barmherzigkeit beten.“ Dann stürmte er zurück nach oben, um seine Kinder und seine Frau zu retten. Als er das Zimmer erreichte, waren dort schon Teile der Wände eingestürzt, aber die Familie lebte noch. Gemeinsam flohen sie aus der Ruine. Im Freien sahen sie, dass sich in der Zwischenzeit der Himmel vom Staub der einstürzenden Häuser verdunkelt hatte. „Wir gingen mit Gott getrost und beherzt über verfallene Häuser, tote und blessierte Menschen weg“, schilderte der Kaufmann die Flucht. Die Erdstöße hatten bis zu sechs Minuten gedauert.

Das Beben mit einer Stärke von über acht auf der nach oben offenen Richter-Skala war aber erst der Anfang der Katastrophe von Lissabon. Drei riesige Tsunamis rollten kurz darauf auf die Stadt zu, die damals etwa 275 000 Einwohner hatte. Viele Menschen hatten sich angesichts des Bebens an den Fluss Tejo gerettet und waren der nun vom Meer heranrollenden Flutwelle ungeschützt ausgeliefert. Ein Schiffseigner beobachtete von See aus, was sich am Flussufer abspielte: „Jedermann, der nicht zu Tode zerschmettert wurde, rannte auf freie Flächen. Jene, die sich nahe am Fluss befanden, stürmten zum Wasser, um sich selbst auf Boote oder Flöße zu retten … Wir hörten ihre Schreie an Bord.“ …

Den vollständigen Artikel finden Sie in DAMALS 09/2014.

Dr. Matthias Georgi

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