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Forschung

Erzdiebin und Landvagantin

Im 18. Jahrhundert machte der Fall der „Schwarzen Lies“, einer erfolgreichen Taschendiebin, Furore.

Am 16. Juli 1788 wurde in Oberdischingen bei Ulm eine Frau hingerichtet, von der es in einer Druckschrift, die am Richtplatz verkauft wurde, heißt, sie sei „eine Erzdiebin“ und „Landvagantin“, sei „im Dunkeln wie die Pest geschlichen“ und alles in allem eine äußerst gefährliche Person, die nun der gerechten Strafe zugeführt werde. Es handelte sich um Elisabeth Gassner, „die Schwarze Lies“ genannt, deren Ruhm als erfolgreiche „Sackgreiferin“ schon in aller Munde war. Das Gericht legte ihr 300 Taten zur Last, mit einem Schaden von mindestens 7685 Gulden. Besonderes Aufsehen hatte ein Fall erregt: Im Dom zu Ulm hatte sie den Reichsgrafen Franz Ludwig Schenk von Castell um 1700 Goldgulden erleichtert und damit ausgerechnet den Mann bestohlen, der sie später zum Tod durch das Schwert verurteilte.

Wer war diese Frau, die 1747 in Wiblingen bei Ulm als Tochter von Vaganten, also von Nicht-Sesshaften, zur Welt kam? Und wie sah ihr Lebensweg aus?…

Autorin: Dr. Heike Talkenberger

Den vollständigen Artikel lesen Sie in DAMALS 04/2018.

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