Anzeige
Anzeige
1 Monat GRATIS testen, danach für nur 9,90€/Monat!

Serie "Vergessene Alltagswelten": Kindheit am Hof

Früh ruft die Pflicht

Die Söhne und Töchter der neuzeitlichen Habsburgerherrscher genossen viele Privilegien, aber geschont wurden sie nicht: Lernen bestimmte den Tagesablauf, Gehorsam war Pflicht. Besonderes Augenmerk galt den Thronfolgern, denn von ihnen hing die Zukunft der Dynastie ab.

Die Geburt eines Kindes im Haus Habsburg, das über 300 Jahre die Kaiser des Heiligen Römischen Reichs stellte, war nicht nur Anlass zur Freude der Eltern, sondern zugleich eine Staatsaktion. Ohne männlichen Erben war der Fortbestand der Familie und der Herrschaft gefährdet. Deshalb hielt man nach der Bekanntgabe der Schwangerschaft einer Kaiserin, was am Ende des dritten Monats der Fall war, in den habsburgischen Erblanden Gebete, Wallfahrten und Prozessionen für die Kaiserin und ihr Kind ab. Die Geburt wurde jeweils durch den Kaiser selbst verkündet und durch das Geläut der „Pummerin“, der großen Glocke des Wiener Stephansdoms, dem Volk der Residenzstadt angezeigt. Dabei waren Söhne besonders willkommen, aber auch die Geburt eines Mädchens wurde entsprechend gefeiert, denn als Heiratskandidatinnen waren Erzherzoginnen ein politisches Kapital besonderer Art.

Auch wenn die Habsburger über Generationen mit zahlreichen Kindern – zwischen zehn und 15 waren nicht unüblich – gesegnet waren, blieben sie von der hohen Kindersterblichkeit ihrer Zeit nicht verschont. Die zahlreichen Kinder‧särge in der Kapuzinergruft künden noch heute davon. Von den 16 Kindern Maximilians II. und seiner Frau Maria starben beispielsweise sieben im Kindesalter, von den ebenfalls 16 Kindern Leopolds I. (von drei Frauen) erreichten elf das Erwachsenenalter nicht, so dass man bis zur Geburt des Thronfolgers 1678 bereits das Aussterben des Hauses befürchtet hatte. …

Den vollständigen Artikel finden Sie in DAMALS 11/2013.

Dr. Katrin Keller

Anzeige
Anzeige

DAMALS | Aktuelles Heft

Bildband DAMALS Galerie

Der Podcast zur Geschichte.

Geschichten von Alexander dem Großen bis ins 21. Jahrhundert. 2x im Monat reden zwei Historiker über ein Thema aus der Geschichte. In Kooperation mit DAMALS – Das Magazin für Geschichte.

Hören Sie hier die aktuelle Episode:

Anzeige

Wissenschaftslexikon

Al|le|go|rie  〈f. 19; in bildender Kunst u. Dichtung〉 bildhafte Darstellung eines Begriffs od. eines Vorgangs mit erkennbarer Verbindung zu diesem, Sinnbild, Gleichnis, z. B. Frau mit verbundenen Augen für ”Gerechtigkeit“; →a. Symbol … mehr

ve|te|ri|när  〈[ve–] Adj.〉 zur Veterinärmedizin gehörend, tierärztlich [<frz. vétérinaire … mehr

Asep|sis  〈f.; –; unz.; Med.〉 1 Keimfreiheit (z. B. von Wunden, Instrumenden) 2 = Aseptik … mehr

» im Lexikon stöbern
Anzeige
Anzeige
Anzeige