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Westfälisches Freilichtmuseum Hagen

Gedrehte Stricke und geschöpftes Papier

Auf einer Fläche von rund 42 Hektar gibt das Westfälische Freilichtmuseum Hagen lebendige Einblicke in die Entwicklung von Handwerk, Gewerbe und Industrie – vom 18. bis ins 20. Jahrhundert. Integraler Bestandteil des Museumskonzepts sind zahlreiche Schauwerkstätten.

„Dong – dong – dong“ – laut schallen die Hammerschläge aus dem kleinen Fachwerkhaus im Mäckingerbachtal. Neugierig geworden tritt der Besucher in die Nagelschmiede ein, wo ein Schmiedefeuer Wärme verbreitet. Der Schmied tritt mit dem glühenden Eisenstück zum Amboß und beginnt, einen Nagel zu schmieden. Nach ein paar Hammerschlägen ist der Rohling erkaltet. Mit dem übergroßen Blasebalg entfacht der Schmied das Feuer neu und erhitzt das Eisenstück zum zweiten Mal. Noch ein paar gezielte Schläge – und fertig ist ein viereckiger Nagel. Nebenan, in der Bohrerschmiede, entsteht vor den neugierigen Augen der Besucher ein Handbohrer. Fachkundig erläutert der Schmied den Besuchern die einzelnen Fertigungsschritte. Hier wird nicht mit der Hand geschmiedet, sondern mit dem Fuß ein großer Hammer bedient.

Im Westfälischen Freilichtmuseum Hagen werden nicht nur alte Handwerksbetriebe gezeigt, sondern auch mit Leben erfüllt. Fast 70 historische Gebäude, Werkstätten und auch Fabrikbetriebe vom ländlichen Handwerksbetrieb des späten 18. Jahrhunderts bis hin zu industriellen Produktionsstätten aus verschiedenen Regionen Westfalens sind hier wiederaufgebaut oder originalgetreu rekonstruiert worden.

Die Schauwerkstätten sind integraler Bestandteil des Konzepts. Über 20 von ihnen sind Vorführbetriebe, in denen heute wieder produziert wird. Schmied, Seilermeister, Färber, Brauer, Setzer, Drucker… dies sind nur einige der alten Handwerke, die hier wiederbelebt werden. In einigen Werkstätten kann der Besucher sogar selbst bei den Fertigungsprozessen mithelfen, so etwa in der Seilerei, in der die Besucher auf der 72 Meter langen Seilerbahn selber Seile schlagen und gleichzeitig noch erfahren, daß Ausdrücke wie „Ich dreh dir einen Strick…“ oder „an einem Strang ziehen“ ihren Ursprung in diesem Handwerk haben. Auch Papierschöpfen zählt zu den regelmäßigen Angeboten für die Museumsbesucher…

Westfälisches Freilichtmuseum Hagen Mäckingerbach 58091 Hagen Tel. 02331-780744 Internet: http://www.freilichtmuseum-hagen.de/

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Öffnungszeiten: Vom 1. April bis 31. Oktober dienstags bis sonntags sowie an Feiertagen 9.00 – 18.00 Uhr, Einlaß bis 17 Uhr, Häuserbesichtigung bis 17.30 Uhr.

Dr. Anette Konrad

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Wissenschaftslexikon

Dom|ra  〈f.; –, –s od. Dom|ren; Mus.〉 russisches Zupfinstrument [russ. <türk.]

Brenn|stoff|zel|le  〈f. 19〉 Sonderform des galvan. Elements, kann mit Brennstoffen so gespeist werden, dass die freiwerdende chem. Energie vorwiegend in elektr. Energie umgewandelt wird, weshalb man von einer kalten Verbrennung spricht

sfor|zan|do  〈Mus.; Abk.: sf; Zeichen: <, V〉 mit starkem Ton, betont, akzentuiert (zu spielen); oV forzando … mehr

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