Die Schweiz und die Kriegswirtschaft Gute Geschäfte mit Hitler - wissenschaft.de
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Die Schweiz und die Kriegswirtschaft

Gute Geschäfte mit Hitler

Steigende Exporte, Waffenlieferungen, Kreditgewährung, Handel mit geraubtem Gold: Parallel zu den deutschen Siegen in der ersten Phase des Zweiten Weltkriegs florierten die Wirtschaftsbeziehungen zwischen der Schweiz und den Achsenmächten.

Im Sommer 1940 herrschten in der Schweiz Nieder‧geschlagenheit, Angst und Unsicherheit. Die Kapitulation Frankreichs war ein Schock. Am 25. Juni erklärte Bundespräsident Marcel Pilet-Golaz in einer Rundfunk‧ansprache, „die Ereignisse marschieren schnell“, man müsse sich „ihrem Rhythmus anpassen“. Die Rede verbreitete bei vielen Schweizerinnen und Schweizern, die nach dem wochenlangen Schweigen auf ein klares Wort der Regierung gehofft hatten, eine Stimmung der Resi‧gnation. Doch in einem Punkt traf Pilet-Golaz exakt die in allen politischen Lagern vorherrschende Meinung. Er erklärte, nun gelte es, „Arbeit zu beschaffen, koste es, was es wolle“.

Die schweizerischen Behörden setzten „alle Hebel in Bewegung, [um] eine Förderung des Exports nach Deutschland auf der ganzen Linie herbeizuführen“, so ein Zitat aus einer Kommissionssitzung vom 21. Juni 1940. Pilet-Golaz erklärte, die Schweiz müsse mit Deutschland eine „Entspannung“ anstreben und sich „an die neue Situation in Europa anpassen“. Im September 1940 sprach sein Regierungskollege Philipp Etter von einem „neu zu organisierenden Wirtschaftsraum“. Diese Integra‧tionsrhetorik ermöglichte es, mehrere Zielsetzungen zu bündeln: Die Unternehmen benötigten Lieferaufträge, Zwischenprodukte sowie Rohstoffe; und der Staat wollte die Landesversorgung sowie Arbeitsplätze sichern. …

Den vollständigen Artikel lesen Sie in DAMALS 2/2016.

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