Bauten und Hofleben Friedrichs des Großen „Ich gestehe, daß ich gerne baue und schmücke“ - wissenschaft.de
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Bauten und Hofleben Friedrichs des Großen

„Ich gestehe, daß ich gerne baue und schmücke“

Mit keinem anderen Bau wird Friedrich der Große so sehr verbunden wie mit Schloß Sanssouci in Potsdam. Das Rokoko-Juwel steht für seinen Musenhof mit Voltaire und anderen Geistesgrößen, aber auch für die Einsamkeit des „Alten Fritz“.

Eines stand schon für den jungen Kronprinzen Friedrich fest: Sein Hof sollte einmal das genaue Gegenteil von dem seines Vaters sein. Kein rauchgeschwängertes und bierseliges Tabakskollegium und kein Schloß wie Königs Wusterhausen, das jede Annehmlichkeit vermissen ließ: „Dieses Märchenschloß“, lästerte Friedrichs Schwester Wilhelmine, „dieser sogenannte Palast … bestand gleichsam nur aus einem Nebengebäude, dessen Herrlichkeit noch durch einen alten Turm erhöht wurde, in dem eine hölzerne Wendeltreppe hochging. Rings um das Gebäude lief ein Erdwall und dahinter ein Graben, dessen schwarzes stehendes Wasser dem Styx glich und einen wahren Pesthauch ausströmte.“

Natürlich sollten Musik und Philosophie an seinem Hof im Mittelpunkt stehen und nicht verachtet sein wie von seinem Vater, der Händel vor allem als Schlafmittel schätzte, und Friedrich mit seiner Flöte verprügelte, wenn er ihn beim Proben erwischte. Und während der „Soldatenkönig“ die französischen Romane des Kronprinzen ins Feuer warf, würde Friedrich einst französische Lebensart an seinem Hof zu schätzen wissen. So sehr, daß ihm die deutsche Literatur zeitlebens fremd blieb. Während sein Vater die Jagd liebte, verachtete er diesen liebsten Zeitvertreib des Adels: „Morgen Parforcejagd, übermorgen, am Sonntag, Parforcejagd, und Montag wieder Parforcejagd … Ich bin alles dessen, was ich sehe, so satt, daß ich es aus meinem Gedächtnis auslöschen möchte.“

Die Chance für ein eigenes Hofleben bekam Friedrich nach der größten Katastrophe seines Lebens: der gescheiterten Flucht vor der Tyrannei und den Schlägen seines Vaters, der anschließenden Haft in Küstrin – und der vom Vater erzwungenen Zeugenschaft bei der Hinrichtung seines Freundes Katte. Die Ehe mit Elisabeth Christine von Braunschweig-Bevern war der Preis, den Friedrich für seine Freiheit bezahlen mußte: „Am nächsten Montag“, schrieb er am 6. März 1732 an seine Schwester Wilhelmine, „findet meine Verlobung statt … Die Person ist weder schön noch häßlich, zwar nicht ohne Geist, aber sehr schlecht erzogen, schüchtern, auch fehlt es ihr an der rechten Lebensart. Das ist das wahrheitsgetreue Bild dieser Prinzessin … Ich liebe die Prinzessin gar nicht …, mit unserer Ehe wird es nicht weit her sein.“ Am Tag der Hochzeit, sagte er später, werde es eben eine unglückliche Prinzessin mehr auf der Welt geben.

Die Ehe Friedrichs, das war auch dem sparsamen „Soldatenkönig“ klar, mußte eine eigene Hofhaltung zur Folge haben. Nachdem er ihm ein Regiment in Neuruppin übertragen hatte, erwarb der König 1734 die alte Burg von Rheinsberg, am Ufer eines idyllischen Sees in waldreicher Landschaft. In den folgenden Jahren bauten der kurmärkische Baudirektor Johann Gottfried Kemmeter und der mit dem Kronprinzen befreundete Georg Wenzeslaus von Knobelsdorff das trutzige Gemäuer in eine repräsentative Dreiflügelanlage um.

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Bereits 1736 bezog Friedrich das Schloß – und alle Schwermut schien von ihm abzufallen. „Das Unglück“, vertraute er später seinem Freund Dietrich von Keyserlingk an, „hat mich immer verfolgt. Ich bin nur in Rheinsberg glücklich gewesen“. Hier begann Friedrich auch seinen Briefwechsel mit Voltaire, und hier schrieb er seinen „Antimachiavell“, in dem er das hohe Lied des aufgeklärten Staates sang, dessen Herrscher zuerst dem Wohl seiner Untertanen verpflichtet war. Er umgab sich mit geistreichen jungen Männern wie Heinrich August de la Motte-Fouqué oder Charles Étienne Jordan, um mit ihnen zu philosophieren, zu scherzen, zu musizieren. Ein heiterer Rokoko-Hof, zu dem auch noch Frauen gehörten – anders als später in Sanssouci, das von Ausnahmen abgesehen eine reine Männerdomäne war.

Diese Heiterkeit fand ein abruptes Ende, als am 31. Mai 1740 der „Soldatenkönig“ starb und Friedrich zum neuen König wurde. Das Schloß in Rheinsberg überließ Friedrich 1744 seinem Bruder Heinrich, der es von Carl Gotthard Langhans – dem Erbauer des Brandenburger Tors in Berlin – umgestalten ließ und bis zu seinem Tod 1802 bewohnte. Obwohl Heinrich also viel länger dort gewohnt hat und auch die meisten Innenräume seine Handschrift tragen, wird das Schloß noch immer mehr mit den unbeschwerten letzten Kronprinzenjahren Friedrichs verbunden. In Rheinsberg ist diese Atmosphäre vor allem im Marmor- und im Spiegelsaal lebendig geblieben, in denen die ursprüngliche Gestaltung durch Knobelsdorff erhalten geblieben ist. Im Spiegelsaal ist noch das große Deckengemälde von Antoine Pesne zu sehen, dessen Fertigstellung der Kronprinz gar nicht erwarten konnte, weshalb er den Maler sogar auf seinem Gerüst besucht haben soll.

Da Rheinsberg zu weit von Berlin entfernt war, konnte Friedrich dort als König nicht auf Dauer residieren. In Berlin und Potsdam fand er die Stadtschlösser vor, die ihm aber nur wenig wohnlich erschienen und deren Architektur er als veraltet empfand. Größere Baumaßnahmen wurden jedoch durch die ersten beiden Schlesischen Kriege, 1740 bis 1742 und 1744/45, verzögert. 1744 be-gann der Umbau des Potsdamer Stadtschlosses durch Knobelsdorff. Ausgemalt wurde es, wie schon Rheinsberg, von Antoine Pesne. Anders als sein Vater setzte Friedrich auf die Wirkung barocker Prachtentfaltung. Dem dienten im Potsdamer Stadtschloß ein gewaltiges, kuppel?gewölbtes Treppenhaus und der für Empfänge, Feste und Konzerte gedachte Marmorsaal. Im Zweiten Weltkrieg wurde das Schloß schwer beschädigt und 1959 gesprengt. Lediglich der ebenfalls von Knobelsdorff umgestaltete Marstall blieb erhalten. Der Wiederaufbau des Schlosses wurde von der Potsdamer Stadtverordnetenversammlung grundsätzlich beschlossen; noch aber ist die Finanzierung nicht gesichert.

Während seiner Ausritte in der Umgebung von Potsdam kam Friedrich der Große auch auf den „Wüsten Berg“, von dem aus sich eine schöne Aussicht auf die Stadt und die umgebende Landschaft bot. Hier sollte sein Ersatz für Rheinsberg entstehen, sein „Schloß ohne Sorge“, Sanssouci. Friedrich selbst skizzierte seine Vorstellungen nach der Idee eines französischen maison de plai-sance, der bewährte Knobelsdorff setzte die Ideen des Königs um. Zunächst wurde der Schloßhang terrassiert und in einen Weinberg verwandelt; 1745 begannen die eigentlichen Bauarbeiten, 1747 war der Bau bezugsfertig, der heute als Musterbeispiel für das friderizianische Rokoko gilt. Auch Sanssouci erhielt repräsentative Räume, doch waren diese nicht für einen großen Kreis gedacht, sondern für Konzerte und Feste intimeren Charakters.

Im Mittelpunkt des Schlosses befindet sich der nach dem Vorbild des römischen Pantheons mit einer Lichtöffnung in der Mitte der Kuppel versehene Marmorsaal. Hier fanden die legendären Tafelrunden Friedrichs statt, deren berühmtester Gast 1750 bis 1753 der französische Philosoph Voltaire war. Vom Marmorsaal öffnet sich eine über die gesamte Breite des Schlosses reichende Raumflucht (Enfilade). Über das Audienzzimmer erreicht man im Südflügel, der zugleich die Wohnräume des Königs beherbergt, das Konzertzimmer. Der persönlichste Raum ist die nur über das Schlafzimmer zugängliche, mit Zedernholz getäfelte Bibliothek, die als einziger Raum außerhalb der Enfilade liegt. Dies war der Rückzugsort des Königs und kein Teil des höfischen und damit öffentlichen Lebens.

Der Bau von Sanssouci war der Auftakt für zahlreiche Baumaßnahmen in Potsdam, das Friedrich zu seiner liebsten Residenz wurde. Wie sehr er die Stadt während seiner langen Kriege vermißte, vertraute er 1758, mitten im Siebenjährigen Krieg, seinem Vorleser Henri de Catt an: „Nach Potsdam, nach Potsdam. Das brauche ich, um glücklich zu sein! Wenn Sie diese Stadt sehen, wird sie Ihnen sicherlich gefallen. Zu meines Vaters Zeiten war es ein elendes Nest; wenn er jetzt wiederkäme, würde er seine Stadt sicherlich nicht wiedererkennen, so habe ich sie verschönert. Ich habe die Pläne der schönsten Bauwerke Europas, insbesondere Italiens, ausgewählt und lasse sie im kleinen und meinen Mitteln entsprechend ausführen … Ich gestehe, daß ich gerne baue und schmücke, aber ich tue es von meinen Ersparnissen, und der Staat braucht nicht darunter zu leiden. Wenn ich bauen lasse, beschäftige ich die Menschen, und das ist im Staate von großer Bedeutung … Das Geld, das ich für meine Bauten ausgebe, bleibt im Land; es läuft hier um, und das ist noch ein weiterer Vorteil, der meiner Bautätigkeit entspringt. Sie können sich nicht vorstellen, wie viel Geld ich ausgegeben habe, um mein Potsdam angenehm zu machen; ich würde mich schämen, Ihnen zu sagen, wie viel mein Sanssouci kostet! Mir würden die Ausgaben ewig leid tun, die ich dort für Gemälde, Standbilder, Säulengänge, Gärten gemacht habe, wenn ich nicht alles, wie gesagt, von meinen kleinen Ersparnissen bezahlt hätte.“

Tatsächlich hat Friedrich Potsdam nachhaltig verändert. Dies betrifft zunächst natürlich die Umgebung von Sanssouci, seinem Arkadien. So entstanden unmittelbar an das Schloß anschließend 1755 die Bildergalerie und zwischen 1771 und 1775 die Neuen Kammern als zusätzliche Gästezimmer. Abgesehen von Schloß Sanssouci und den zahlreichen Kleinbauten zieht vor allem ein gewaltiges Gebäude im Park die Blicke allein schon wegen seiner Größe auf sich: das Neue Palais. Gut 240 Meter lang ist der von 1763 bis 1770 errichtete Bau, der vor allem einem Zweck diente: Europa zu zeigen, daß Preußen nach sieben Jahren Krieg längst nicht am Ende war. Eine „Fanfaronade“ hat Friedrich das Schloß mit seinen über 300 Zimmern selbst genannt. Die Kassen des Königs, das war das vom Neuen Palais ausgehende Signal, waren so gut gefüllt, daß er sich sogar einen solchen Prunkbau leisten konnte. Besonders schön sind der ausschließlich mit Muscheln, Korallen und Mineralien ausgeschmückte Grottensaal und das Theater, dessen Sitzreihen wie in einem Amphitheater sanft ansteigen.

Friedrichs bauliches Engagement in Potsdam beschränkte sich keineswegs auf die Schloßbauten. Auch die Stadt selbst profitierte von der Leidenschaft des Königs, etwa durch die Neugestaltung der Plätze, oder indem die bis dahin überwiegenden Holzhäuser durch Steinbauten ersetzt wurden, wobei Friedrich selbst Bürgerhäuser skizzierte und so seine städtebaulichen Vorstellungen verwirklichte. Auch die Einwohnerzahl von Potsdam wuchs während der Herrschaft Friedrichs: Allein in der Weber- und Spinnerkolonie Nowawes entstanden zwischen 1750 und 1780 Wohnungen für 1500 Menschen.

In Berlin unterstützte Friedrich ebenfalls die Gründung von Manufakturen, die die Wirtschaft ankurbeln und das Land unabhängiger von Importen machen sollten. Zahlreiche Baumwoll- und Seidenmanufakturen machten Berlin damals zur größten textilverarbeitenden Stadt Deutschlands. Nicht zuletzt als Folge dieser Maßnahmen stiegen die Bevölkerungszahlen: 1753 überschritt die Stadt die 100 000-Einwohner-Marke. So galt ein Schwerpunkt Friedrichs also dem Wohnungsbau.

Wie in Potsdam sind es jedoch in Berlin die repräsentativen Bauten, die das Interesse auf sich ziehen. Chronologisch an erster Stelle steht dabei der zwischen 1740 und 1746 – natürlich von Knobelsdorff – errichtete Neue Flügel des Schlosses Charlottenburg, die erste Residenz Friedrichs als König. Neben seinen Wohnräumen gibt es in dem langgestreckten Anbau an das Schloß von Friedrichs Großmutter Sophie Charlotte auch große festliche Räume wie den mit rosafarbenem Stuckmarmor verkleideten Weißen Saal oder die über 40 Meter lange Goldene Galerie. Nach der Fertigstellung seines Schlosses Sanssouci lebte der König von April bis Oktober aber in der Regel dort und beschränkte die Aufenthalte in Berlin auf den Winter. Nur selten bewohnte er das riesige Stadtschloß, über dessen Wiederaufbau in den vergangenen Jahren so heftig gestritten wurde.

Die Mitte Berlins trägt bis heute in vielem Friedrichs Handschrift; sie sollte zu einem Spiegelbild der gewachsenen Machtstellung des Landes in Europa werden. Im Mittelpunkt dieser Pläne stand das Forum Fridericianum, das als Ergänzung zu dem herrschaftlichen Bereich um das Stadtschloß vor allem öffentliche Bauten umfaßte. Dazu gehörte beispielsweise das 1741 bis 1743 erbaute Opernhaus „Unter den Linden“. Waren Theater und Oper bis dahin integrale Bestandteile von Schlössern gewesen, ließ Friedrich durch Knobelsdorff erstmals einen völlig eigenständigen Theaterbau errichten. Allerdings fiel dieser Bau 1843 einem Brand zum Opfer. Der Neubau durch Carl Ferdinand Langhans wurde seinerseits im Zweiten Weltkrieg zerstört, der Wiederaufbau 1955 abgeschlossen. Hinter dem Opernhaus ragt die Kuppel der Hedwigskathedrale empor. Am 22. November 1746 erteilte Friedrich den Berliner Katholiken die Erlaubnis zum Bau einer Kirche, „so groß, als sie solche immer haben wollen oder können, mit einem oder mehreren Türmen, großen und kleinen Glocken“. Den Bauplatz stellte der König zur Verfügung, für die Pläne – nach dem Vorbild des römischen Pantheons – zeichnete einmal mehr Knobelsdorff verantwortlich. Der Bau einer solch großen katholischen Kirche inmitten seiner Haupt- und Residenzstadt war ein Zeichen für Friedrichs religiöse Toleranz, aber auch eine Folge der steigenden Zahl der Katholiken in Brandenburg-Preußen nach der Eroberung Schlesiens. Der Innenraum der Kirche wurde nach 1945 in moderner Form wiederhergestellt. Nicht erhalten blieb der zwischen 1747 und 1750 erbaute Dom; an seiner Stelle steht heute ein neobarocker Bau aus wilhelminischer Zeit. Als weitere Bestandteile der friderizianischen Neugestaltung Berlins seien das Palais des Prinzen Heinrich (die heutige Humboldt-Universität) und die Königliche Bibliothek erwähnt. Auch der Gendarmenmarkt, unbestritten der schönste Platz Berlins, geht in Teilen auf Friedrich zurück. Dies gilt etwa für die Kuppeltürme des Französischen und des Deutschen Doms mit ihren Säulenvorhallen, durch die der Platz seinen einheitlichen Charakter erhalten hat.

Die Neugestaltung des Gendarmenmarkts zwischen 1781 und 1785 war eine der letzten großen Baumaßnahmen Friedrichs. Aus dem jungen, von hochfliegenden Plänen erfüllten König war damals schon längst der „Alte Fritz“ geworden. Nur selten noch verließ er sein Schloß Sanssouci, das nicht mehr der Schauplatz geistreicher Tafelrunden, sondern Zeuge der königlichen Einsamkeit war. Die Vorhänge des Schlosses waren am Ende so zerschlissen wie seine ungepflegte Uniform, auf den löchrigen Polstermöbeln schliefen Friedrichs Hunde, die zu seinen liebsten Weggefährten geworden waren. Ein österreichischer Offizier, der ihn 1771 besucht hat, war erstaunt über den Anblick, der sich ihm bot: „Sein blauer Uniformrock, der begann, fadenscheinig zu werden, war von einer so abgenutzten Schärpe umgürtet, daß der ärmste seiner Offiziere sich geschämt haben würde, sie zu tragen. Der Hut … sah aus, als stamme er aus dem Siebenjährigen Krieg. Seine Schuhe schienen endlich sechs Monate lang die Bürste nicht gespürt zu haben.“

Da Friedrich nicht mehr schlafen konnte, begann er schon morgens um vier Uhr mit seinem Tagewerk. Die tägliche Arbeit nahm der König nach wie vor äußerst ernst. Er las und bearbeitete Korrespondenz und mischte sich in jede Kleinigkeit ein. Friedrich hielt bis zuletzt die Zügel der Macht fest in seinen Händen, trotz seiner immer schlechter werdenden Gesundheit. Die Schlagfertigkeit verlor der König selbst in seinen letzten Lebenstagen nicht – doch so zynisch er „austeilte“, so bereitwillig steckte er ein. Den aus Hannover herbeigerufenen Leibarzt des englischen Königs begrüßte er mit der Frage: „Wie viele Friedhöfe haben Sie schon gefüllt?“ Darauf entgegnete der Mediziner: „Nicht so viele wie Eure Majestät“. Ohne Pomp und Prunk, bei nächtlichem Fackelschein wollte Friedrich der Große neben seinen Hunden unter der Terrasse von Sanssouci begraben werden. Sein Nach-folger Friedrich Wilhelm II. erfüllte diesen letzten Wunsch seines Onkels nicht. Er ließ ihn in der Potsdamer Garnisonkirche beisetzen. Die Wirren des Zweiten Weltkriegs führten den Sarkophag des Königs über ein Salzbergwerk in Thüringen und die Marburger Elisabethkirche schließlich zur Burg Hohenzollern auf der Schwäbischen Alb, der Stammburg der Familie. Erst nach der Vereinigung der beiden deutschen Staaten wurde Friedrichs letzter Wunsch 1991 erfüllt. Seither ruht er unter der Terrasse von Sanssouci – neben seinen Hunden. Eine schlichte Marmorplatte zeigt die Stelle an.

Uwe A. Oster

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