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Das Weihrauchland in Südarabien

Im Reich der Königin von Saba

Der Süden der Arabischen Halbinsel, die heutigen Länder Jemen und Oman, zählt zu den wenigen Regionen der Welt, in denen Weihrauchbäume gedeihen. Den lukrativen Handel mit deren Harz machten sich seit dem 1. Jahrtausend v. Chr. mehrere Königreiche streitig.

Die Pharaonen des alten Ägypten, die im Altertum zu den wichtigsten Abnehmern von Weihrauch zählten, wollten irgendwann genauer wissen, wo das wohlriechende Harz herkam. Von einer solchen Expedi‧tionsreise ins legendäre Gottesland „Punt“ kündenReliefs am terrassierten Totentempel der Königin Hatschepsut (1479 –1458 v. Chr.) in Theben. Die Ägypter verorteten „Punt“ entweder am südlichen Ende des Roten Meeres oder jenseits des Bab el-Mandeb beim Horn von Afrika. Unter Leitung des Schatzmeisters Nehesi liefen fünf Schiffe durchs Rote Meer nach Süden aus. Am Ziel angekommen, tauschten sie laut der bebilderten Inschrift mitgebrachte Glasperlen und Bronzewerkzeuge gegen Weihrauch, Myrrhe und Gold ein. Doch dabei ließ es Expeditionsleiter Nehesi nicht bewenden, er brachte etwas ganz Besonderes mit nach Ägypten: „Grünende Weihrauchbäume, 31 Stück, herbeigeführt unter den Kostbarkeiten für die Majestät des Gottes Amun, des Herrn der irdischen Throne. Niemals ist Ähnliches gesehen worden seit der Erschaffung der Welt.“

Die exotischen Bäume wurden offenbar am Zugang zum Terrassentempel eingepflanzt, sie dürften jedoch schnell eingegangen sein. Denn abgesehen davon, dass Weihrauchbäume nur unter sehr speziellen geographischen und klimatischen Voraussetzungen gedeihen, die im oberägyptischen Theben nicht gegeben waren, benötigen sie auch viel Platz. Für die Plantagenwirtschaft sind sie ungeeignet. …

Den vollständigen Artikel lesen Sie in DAMALS 12/2015.

Joachim Willeitner

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