Misstrauensvotum gegen Helmut Schmidt Kanzlersturz in Bonn - wissenschaft.de
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Misstrauensvotum gegen Helmut Schmidt

Kanzlersturz in Bonn

Im Herbst 1982 stürzten Union und FDP im Bundestag den sozialdemokratischen Kanzler Helmut Schmidt. Für die nächsten 16 Jahre hieß der Regierungschef Helmut Kohl (CDU).

Es war eine der nicht so häufigen Gelegenheiten, dass eine Direktübertragung aus dem Bonner Plenarsaal in der ganzen Bundesrepublik mitten am Tag Menschen vor die Bildschirme bannte. Zur Debatte stand freilich an diesem Vormittag des 1. Oktober 1982 auch kein alltägliches Ereignis. Wer dem Bundeskanzler zuhörte, der zur Eröffnung der Aussprache das Wort hatte, konnte den Eindruck gewinnen, es handele sich um einen Putschversuch.

„Dieser Regierungswechsel, den Sie anstreben, berührt die Glaubwürdigkeit unserer demokratischen Institutionen“, herrschte Helmut Schmidt die Abgeordneten von Union und FDP an. „Ihre Handlungsweise … hat keine innere, keine moralische Rechtfertigung.“ Schließlich habe die sozialliberale Koalition, „deren gewählter Bundeskanzler heute durch ein Misstrauensvotum gestürzt werden soll“, erst vor zwei Jahren „eine überzeugende Bestätigung“ und einen bis zum nächsten regulären Wahltermin 1984 geltenden Auftrag bekommen: „Die Mehrheit der Wähler hatte weder 1976 Herrn Dr. Kohl noch 1980 Herrn Strauß in das Amt des Bundeskanzlers berufen wollen.“ …

Den voll­stän­di­gen Ar­ti­kel le­sen Sie in DA­MALS 10/2017.

Zur Übersicht: Oktober 1917. Europa und die Russische Revolution.

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