Migration infolge der Oktoberrevolution Land des Schreckens, Land der Sehnsucht - wissenschaft.de
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Migration infolge der Oktoberrevolution

Land des Schreckens, Land der Sehnsucht

Die Folge der Umwälzungen in Russland war auch eine Bevölkerungswanderung: Mehr als eine Million Menschen flohen oder wurden ausgebürgert. Umgekehrt zog das Experiment, einen prototypischen kommunistischen Staat aufzubauen, viele Intellektuelle und Künstler geradezu magisch an.

Der Druck, ja Zwang, die Heimat verlassen zu müssen, und die Sehnsucht, ein besseres Leben und eine bessere Welt andernorts zu finden: Diese beiden Antriebsmuster aller Migrationsbewegungen prägten auch die frühe Sowjetunion. So begann der bolschewistische Staat 1921 auf Veranlassung Lenins, seine Gegner systematisch auszuweisen. Als Erste betraf dies in diesem Jahr eine Gruppe von Politikern, etwa bestehend aus Menschewiki und Anarchisten; anschließend folgten die systemkritischen Intellektuellen.

Dass fast alle Parteigrößen, darunter Leo Trotzki und Josef Stalin, in die Organisation dieser „Säuberung“ des russischen Universitäts- und Geisteslebens involviert waren, zeugt von der Bedeutung, die diesem Thema beigemessen wurde. Zum Kreis der kritisch denkenden Intellektuellen gehörten viele Geisteswissenschaftler, die von den Bolschewiki als „bürgerliche Volksverderber“ oder „antisowjetische Elemente“ diffamiert wurden. „Fort aus Russland mit ihnen allen … und ab die Post, meine Herren“, schrieb Lenin in süffisantem Ton. …

Den voll­stän­di­gen Ar­ti­kel le­sen Sie in DA­MALS 10/2017.

Zur Übersicht: Oktober 1917. Europa und die Russische Revolution.

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