Der deutsche Kolonialbeamte Rudolf von Bennigsen Machthaber und Sammler - wissenschaft.de
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Der deutsche Kolonialbeamte Rudolf von Bennigsen

Machthaber und Sammler

Rudolf von Bennigsen amtierte von 1899 bis 1901 als Gouverneur von Deutsch-Neuguinea in Ozeanien. Wie viele andere Akteure der Kolonialzeit brachte er Gegenstände aus den beherrschten Gebieten mit nach Europa. Diese Kulturgüter finden sich bis heute in deutschen Museen. …

Der spätere Gouverneur entstammte einer niedersächsischen Adelsfamilie: Rudolf von Bennigsen wurde im Mai 1859 auf dem Rittergut Bennigsen südlich von Hannover als Sohn des gleichnamigen Politikers und Mitbegründers der Nationalliberalen Partei geboren. Auch Rudolf von Bennigsen jr. plante, einen Platz in der Politik seiner Zeit auszufüllen. Er studierte zwischen 1878 und 1881 Rechtswissenschaften in Berlin, Göttingen und Straßburg, wo er auch aktives Mitglied einer Studentenverbindung war. Im Anschluss meldete er sich freiwillig zum Militärdienst, schlug danach jedoch die höhere Beamtenlaufbahn ein.

Im Jahr 1887 trat von Bennigsen eine Stelle als Regierungsassessor der Kreisdirektion Elsass-Lothringen an. Zwei Jahre später übernahm er die Funktion des Landrats des preußischen Kreises Peine unweit von Hannover. Möglicherweise wurde er durch seinen Vater, der bereits Vorstandsmitglied des „Deutschen Kolonialvereins“ war, angeregt, seinen Blick auf die Aufstiegschancen zu lenken, die sich in den noch jungen deutschen Kolonien boten. So bewarb er sich um die Stelle eines Finanzdirektors in Deutsch-Ostafrika, die er dann seit 1893 für zwei Jahre ausfüllte. Zeitweilig hatte von Bennigsen sogar die Position des stellvertretenden Gouverneurs für den Zivilbereich inne und arbeitete danach noch vier Jahre lang als Abteilungschef der Finanzverwaltung der Kolonie. …

Den vollständigen Artikel lesen Sie in DAMALS 12/2016.

Dr. Alexis von Poser

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