Irvings Rommel-Biographie Manipulierte Quellen - wissenschaft.de
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Irvings Rommel-Biographie

Manipulierte Quellen

Bis heute prägt die Biographie David Irvings das Bild von Erwin Rommel – und das, obwohl der Brite die Tatsachen so zurechtbog, wie es seiner Vorstellung entsprach.

Auf dem bundesrepublikanischen Buchmarkt erschien 1978 das Buch „Rommel. Eine Biographie“, und es wurde eines der am meisten beachteten historischen Sachbücher dieses Jahres. Sein Autor war ein britischer Amateurhistoriker, von führenden deutschen Medien als „Legendenzerstörer“ gefeiert, in den nächsten Jahrzehnten vielfach gelesen, aber auch mehrfach als HolocaustLeugner verurteilt: David Irving.

Das Buch ist ein Gemisch aus Biographie und Reportage, darin eingewoben Erinnerungen von Alt-Nazis und ehemaligen Wehrmachtssoldaten. Es erzählt die Geschichte eines Soldaten, der mit militärischem Geschick und persönlichem Mut unter Hitler eine steile Karriere machte, dem „Führer“ immer in Treue verbunden blieb, aber von seinen Vertrauten verraten und wegen falscher Beschuldigungen schließlich von Hitler zum Selbstmord gezwungen wurde. Der Tenor: eine Verklärung Hitlers zum überragenden Feldherrn des Zweiten Weltkriegs und eine Ausblendung der ungeheuerlichen Verbrechen des Nationalsozialismus; zugleich eine Herabwürdigung des Widerstandes gegen den Nationalsozialismus und die Verdammung des Generals Hans Speidel, der nach dem 20. Juli 1944 verhaftet worden war, das Nazi-Regime überlebte und nach 1945 bis in höchste NATO-Positionen aufstieg. Irving behauptete, Speidel habe sein Überleben erkauft, indem er Rommel fälschlicherweise zum Widerstandskämpfer gegen den Nationalsozialismus gemacht und den Nazi-Schergen ausgeliefert habe. …

Den voll­stän­di­gen Ar­ti­kel le­sen Sie in DA­MALS 12/2017.

Zur Übersicht: Rommel. Debatte um den „Wüstenfuchs“

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