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Serie "Vergessene Alltagswelten": Bauern im Hochmittelalter

Neues Land unter dem Pflug

Im Hochmittelalter verbesserte sich zeitweise die Lage der Bauern: Die Ausweitung der Ackerflächen, mehr Freizügigkeit im Verhältnis zum Grundherrn und technische Neuerungen sorgten für bessere Erträge. Aber das stetige Bevölkerungswachstum verhinderte eine dauerhafte Verbesserung der Lebensumstände.

Im Unterschied zu den Lebensverhältnissen im Frühmittelalter ist die soziale Lage der bäuerlichen Bevölkerung im Hochmittelalter von den Historikern im Allgemeinen als gut bezeichnet worden. Waren die Existenzbedingungen der Bauern im 12. und 13. Jahrhundert aber tatsächlich besser als im frühmittelalterlichen Reich Karls des Großen? Die Faszination hochmittelalterlicher Kirchen und Kathedralen sowie die Großartigkeit der aufblühenden Städte und Burgen dürfen nicht dazu verleiten, von diesem äußeren Glanz ohne weiteres auf die soziale Lage der breiten Masse der bäuerlichen Bevölkerung zu schließen.

Vom 11. bis zum 13. Jahrhundert erlebte das abendländische Europa eine einzigartige Periode der Expansion, des Aufschwungs und der Entfaltung von Herrschaft, Wirtschaft und Kultur. Seit der Mitte des 11. Jahrhunderts lassen sich fundamentale Veränderungen beobachten, die nach und nach alle Bereiche der Wirtschaft und Gesellschaft erfassten. Die Grundlage dieses ökonomischen und sozialen Wandels war vor allem der voranschreitende Landesausbau, der unaufhaltsam das Gesicht Europas veränderte: Die iberischen Hochflächen und die Gebiete östlich der Elbe wurden neu besiedelt, und selbst in den alten Kernlandschaften drangen die Siedler weiter in die noch verbliebenen Wälder und Ödländereien vor. …

Den vollständigen Artikel finden Sie in DAMALS 01/2014.

Prof. Dr. Werner Rösener

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