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Es geschah vor 35 Jahren: Die Volkszählung von 1987

Orwell’sche Ängste

Der 25. Mai 1987 war der Stichtag der letzten Volkszählung in der alten westdeutschen Bundesrepublik. Eigentlich hatte der Zensus bereits 1983 stattfinden sollen. Doch das Bundesverfassungsgericht stoppte das umstrittene Vorhaben zunächst. Viele Menschen hatten Angst, zum „gläsernen Bürger“ zu werden – angesichts der Datenfülle, über die heute die großen Digitalkonzerne verfügen, eine fast niedliche Furcht.

Als die Abgeordneten des Bundestages am 4. März 1982 mit den Stimmen von Regierung und Opposition das „Gesetz über eine Volks-, Berufs-, Wohnungs- und Arbeitsstättenzählung“ verabschiedeten, ahnten sie nicht, was sie damit auslösten. Zwei Versuche waren am Widerstand der Länder gescheitert, die mit der Aufteilung der Kosten nicht einverstanden waren. Diesmal stimmte der Bundesrat zu – endlich konnte gezählt werden. Das dachten jedenfalls die Parlamentarier, die vordringlich andere Sorgen hatten: Im Februar hatte Bundeskanzler Helmut Schmidt (1974–1982) die Vertrauensfrage gestellt und überstanden, im September sollte dann die sozialliberale Koalition aus SPD und FDP zerbrechen. Am 1. Oktober wurde Helmut Kohl (1982–1998) durch ein konstruktives Misstrauensvotum zum neuen Kanzler gewählt, im März 1983 gab es Neuwahlen…


Autor: Felix Melching

Den vollständigen Artikel lesen Sie in DAMALS 05/2022

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Ku|du  〈m. 6; Zool.〉 afrikanische Antilope [<Bantu]

Que|ry  〈[kwirı] f. 10 od. n. 15; IT〉 Datenbankabfrage, Anfrage an eine Datenbank [engl., ”Nachfrage; Zweifel“]

Fär|ber|gins|ter  〈m. 3; unz.; Bot.〉 auf Heiden u. lichten Waldstellen vorkommende, strauchige Ginsterart mit gelben Blüten, die Farbstoffe enthalten, volkstümlich angewendet als harntreibendes u. abführendes Heilmittel: Genista tinctoria

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