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Die Barbareskenkriege der USA

Premiere der Weltpolizei

Zu Beginn des 19. Jahrhunderts sahen sich die jungen USA erstmals gezwungen, außerhalb ihres Territoriums für Ordnung zu sorgen: Sie führten Krieg gegen nordafrikanische Seeräuberstaaten, die den Atlantik unsicher machten.

Die erste diplomatische Kontaktaufnahme verhieß nichts Gutes, der Emissär des Berberstaats Tripolis, Sidi Hadschi Abdrahaman, wurde gegenüber John Adams, dem amerikanischen Botschafter, recht deutlich: Zweifellos sei Amerika ein großes Land, aber dennoch befinde man sich im Krieg. Zum nächsten Treffen einige Wochen später in der US-Botschaft in London, bat Adams seinen in Paris akkreditierten Kollegen Thomas Jefferson hinzu. Dieser schrieb kurz darauf an seinen Vorgesetzten, den Außenminister jenseits des Atlantik: „Der Botschafter belehrte uns, dass es in den Gesetzen ihres Propheten und im Koran geschrieben stehe, wonach alle Nationen, die seine Autorität nicht anerkannten, Sünder seien. Und dass man das Recht und die Pflicht habe, gegen diese Sünder Krieg zu führen, wo immer man sie treffe, und dass Gefangene zu Sklaven gemacht werden dürfen. Und dass jeder Muselmane, der in einer Schlacht fällt, ganz sicher ins Paradies kommt.“

Die ernüchternde Zusammenkunft fand an einem Winterabend zu Beginn des Jahres 1786 statt. Die beiden amerikanischen Diplomaten waren nicht nur Gründer‧väter der USA, sondern würden in naher Zukunft bald das höchste Amt der jungen Nation bekleiden. Der Botschafter der Vereinigten Staaten in London, John Adams, würde von 1797 bis 1801 der zweite Präsident der USA (nach George Washington, dem ersten) sein; sein Kollege in Paris, Thomas Jefferson, sollte ihm von 1801 bis 1809 im Präsidentenamt nachfolgen. Die beiden mochten geahnt haben, dass sie an diesem Abend mit einem außenpolitischen Problem konfrontiert wurden, welches die nahe Zukunft ihres Landes prägen sollte. …

Den vollständigen Artikel lesen Sie in DAMALS 11/2016.

Dr. Ronald Gerste

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