Museum Römische Katakomben Roms Doppelgänger in Holland - wissenschaft.de
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Museum Römische Katakomben

Roms Doppelgänger in Holland

Im frühen 20. Jahrhundert wurden im niederländischen Valkenburg unweit von Aachen Nachbildungen frühchristlicher Katakomben in den weichen Stein gehauen. Das Museum ist ein einzigartiges Kuriosum, das den Besucher in das unterirdische Rom versetzt und dabei ein Stück Forschungsgeschichte der christlichen Archäologie erzählt.

Die Vision des Jan Diepen lässt so manch einen heute zunächst schmunzeln: Angeregt von den aufsehenerregenden Katakombenforschungen des 19. Jahrhunderts, brach der Sohn wohlhabender Textilindustrieller 1909 nach Rom auf, um den Nachbau der unterirdischen Gänge und Gräber in seiner Heimat vorzubereiten. Nicht nur eine originalgetreue Kopie, sondern die Etablierung eines Forschungszentrums für christliche Archäologie schwebte ihm vor.

Mit päpstlichem Wohlwollen gelang es Jan Diepen (1872 –1930), kirchliche Autoritäten und die führenden Katakombenforscher Roms für sein Projekt zu gewinnen. In nur wenigen Jahren wurden Gangsysteme in den Mergelstein Valkenburgs getrieben, maßstabsgetreue Kammern ausgehöhlt und Malereien bis ins Detail kopiert. Nachdem zwischen 1910 und 1912 die Anlage der Öffentlichkeit in zwei Etappen zugänglich gemacht worden war, strömten zunächst Tausende Besucher in die niederländische Kleinstadt. Dabei erregte das Projekt auch internationale Aufmerksamkeit: 1913 stufte die „New York Times“ die Katakomben-Kopie als „eines der interessentesten modernen Bauwerke der Welt“ ein…

Autorin: Sabrina Tatz

Den vollständigen Artikel lesen Sie in DAMALS 05/2018.

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