Bürgerbeteiligung bei Infrastruktur-Projekten Segen und Fluch der römischen Straßen - wissenschaft.de
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Bürgerbeteiligung bei Infrastruktur-Projekten

Segen und Fluch der römischen Straßen

Das Fernstraßennetz, das eine schnelle Verlegung von Truppen und den Austausch von Nachrichten erlaubte, war wesentlich für den Aufstieg Roms. Die wichtige Rolle der einfachen Bevölkerung beim Erhalt dieser Infrastruktur wurde lange Zeit verkannt.

Der Fall war eigentlich recht klar, gerade weil es kein Einzelfall war. Marcus Fonteius soll, so die Anklage im Jahr 69 v. Chr., während seiner Zeit als Statthalter der römischen Provinz Gallia Narbonensis im heutigen Südfrankreich aus dem notwendigen Straßenbau illegal Gewinn für sich gezogen haben. Ihm wurde vorgeworfen, gegen Bestechungsgelder Arbeitsbefreiungen erlassen und Baumängel nicht geahndet zu haben. Zudem sollte er mittels Requirierungen – Enteignungen, die mit staatlicher Notwendigkeit begründet wurden – Geld, Getreide und Land erpresst haben. Solche Anklagepunkte warf man vielen früheren Statthaltern nach ihrer Rückkehr in die Hauptstadt Rom vor. Requirierungen für den Straßenbau, eine der wichtigsten Zuständigkeiten der Statthalter, waren gang und gäbe – deren Missbrauch offensichtlich auch.

Die Bedeutung der Verkehrswege für den Erfolg des Römischen Reichs ist hinlänglich bekannt. Nur dank der Straßen konnten die Truppen schnell die jeweiligen Brennpunkte erreichen. Das Wegenetz war auch essentiell, um Informationen und Waren zügig ans Ziel zu bringen. Als Ergebnis dieser Notwendigkeiten entstand ein Straßengeflecht, das viele Tausende Kilometer umfasste…


Autor: Dr. Konrad Petzold

Den vollständigen Artikel lesen Sie in DAMALS 07/2020

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