Römische Badekultur im deutschen Südwesten „Soldatenbäder“ und Heilthermen - wissenschaft.de
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Römische Badekultur im deutschen Südwesten

„Soldatenbäder“ und Heilthermen

Die „Soldatenbäder“ von Baden-Baden und die Heilthermen von Badenweiler im Schwarzwald sind herausragende Beispiele für den hohen Stand der römischen Badekultur auch in der Provinz.

Wasser war den Römern heilig – besonders in trockenen Gebieten – und dem Schutz bestimmter Gottheiten anvertraut. Für die Entwicklung einer Ansiedlung und das rasche Aufblühen des Badewesens bedurfte es einer guten Wasserversorgung, denn im Durchschnitt verbrauchten die Römer pro Tag etwa doppelt soviel Wasser wie wir heute.

Mit der römischen Besetzung rechtsrheinischer Gebiete im 1. Jahrhundert und der darauf folgenden Romanisierung Südwestdeutschlands verbreitete sich die römische Badekultur nicht nur in größeren Städten und Siedlungen, sondern auch auf dem Land in abgelegenen römischen Gutshöfen, die jeweils ihr eigenes Bad errichteten. Das Baden in reichausgestatteten öffentlichen Bädern war für die Römer mehr als nur die Reinigung des Körpers, es diente der Pflege des Körpers und der gesellschaftlichen Kontakte. Große Bäder besaßen neben den eigentlichen Baderäumen auch Bereiche für gymnastische Aktivitäten und für gesellschaftliche und kulturelle Veranstaltungen. Im allgemeinen badete man nackt und nach Geschlechtern getrennt (entweder zu unterschiedlichen Zeiten oder in separaten Bädern).

Die „Soldatenbäder“ von Baden-Baden In Baden-Baden liegen zwischen Friedrichsbad und Caracalla-Therme die 1846 entdeckten Überreste der römischen „Soldatenbäder“, die einen hervorragenden Einblick in die zentralen Räume und Heizanlagen eines römischen Bades gewähren…

Die „Soldatenbäder“ sind seit ihrer Neupräsentation im Jahr 2003 wieder ein lohnendes Ausflugsziel im Nordschwarzwald.

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Dr. Meinrad N. Filgis

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