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Die Katastrophe der Nobile-Expedition

SOS aus der Arktis

Am 25. Mai 1928 stürzte der italienische Luftschiffpionier Umberto Nobile (1885–1978) mit seinem Luftschiff „Italia“ auf dem Rückweg vom Nordpol über dem Packeis ab. Ein Teil der Mannschaft wurde nach dramatischen Suchaktionen gerettet. Der norwegische Polarforscher Roald Amundsen (1872–1928), per Flugboot ebenfalls zur Rettung der „Italia“-Besatzung aufgebrochen, verschwand spurlos.

In der Nacht auf den 12. Mai 1926 erreichte das Luftschiff „Norge“ den Nordpol. An Bord befanden sich 16 Männer – unter ihnen der Norweger Roald Amundsen, der US-Amerikaner Lincoln Ellsworth und der Italiener Umberto Nobile. Amundsen war bereits eine lebende Legende. Der Polarforscher hatte als Erster die NordwestPassage durchfahren und im Jahr 1911 das dramatische Rennen um den Südpol für sich entschieden. Ellsworth war der Sohn eines Kohlebarons und hatte seine Entdeckerkarriere noch vor sich. Amundsen und Ellsworth hatten bereits im Vorjahr versucht, den Pol mit einem Wasserflugzeug zu erreichen, waren jedoch gescheitert. Danach waren sie auf das Luftschiff „N-1“ des Italieners Nobile aufmerksam geworden und hatten eine gemeinsame Expedition ins Spiel gebracht.

Nobile willigte ein. Um sicherzustellen, dass nicht Italien, sondern Norwegen und die USA mit dem Unternehmen in Verbindung gebracht würden, lehnten Amundsen und Ellsworth das Angebot des italienischen Diktators Benito Mussolini ab, das Luftschiff auf Staatskosten zur Verfügung zu stellen. Stattdessen wurde es Italien abgekauft und auf den Namen „Norge“ (Norwegen) getauft. Schon bevor die Fahrt begonnen hatte, ging es also um die Frage, wer den Ruhm ernten würde…


Autor: David Neuhäuser

Den vollständigen Artikel lesen Sie in DAMALS 09/2020

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