Südtirol nach 1919 Verdammt zum Italienisch-Sein - wissenschaft.de
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Südtirol nach 1919

Verdammt zum Italienisch-Sein

Nach dem Ersten Weltkrieg erhielt Italien im Staatsvertrag von Saint-Germain-en-Laye (1919) Südtirol zugesprochen. Rund 240 000 Tiroler deutscher und ladinischer Muttersprache waren bald einer zunehmend aggressiven Politik der Italianisierung ausgesetzt. Denn 1922 hatten in Rom die Faschisten unter Benito Mussolini die Macht übernommen.

Am 9. November 1918 notierte der in Innsbruck wirkende deutsche Historiker Ludwig von Pastor in sein Tagebuch: „Nachmittags ging ich mit meinem Sohn Ludi zur Brennerstraße, dort bewegte sich ein Heereszug, so groß wie die alte Straße ihn noch nie gesehen. Die Reste der kaiserlichen Armee, nicht vom Feinde, sondern vom Hunger besiegt! Die Armee, die Helden der vier furchtbaren letzten Jahre des alten Kaiserstaates kehren zurück, entwaffnet, todmüde, ohne Dank, sie wissen nicht, wohin sie ihr Haupt legen sollen – die Monarchie, für die sie so tapfer und aufopfernd gekämpft, finden sie in den Delirien der Auflösung.“ Noch vor Kriegsende war das morsche Gebäude der Donaumonarchie endgültig auseinandergebrochen. Bevor die Waffen schwiegen, hatten einzelne der neuen Nationalregierungen innerhalb der Donaumonarchie ihre Truppen von den Fronten zurückgerufen…


Autor: Dr. Michael Forcher

Den vollständigen Artikel lesen Sie in DAMALS 06/2020

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Na|dir  〈a. [′––] m. 1; unz.〉 der dem Zenit genau gegenüberliegende, nicht sichtbare Punkt der Himmelskugel; Sy Fußpunkt ( ... mehr

Sans|krit  auch:  Sansk|rit  〈n.; –s; unz.〉 die altind., bis heute lebendig gebliebene Literatur– u. Gelehrtensprache; ... mehr

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