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Essay

Zu viel Luther?

Das Reformationsjubiläum 2017 hat drei Dimensionen: kirchliche Feier, gesellschaftliche Erinnerung und historisches Erkenntnisinteresse. Eine eindeutige inhaltliche Ausrichtung sei noch nicht erkennbar, sagt Matthias Pohlig.

Reformationsjubiläen sind Spiegel ihrer Zeit: An ihnen ist abzulesen, welcher Stellenwert Luther und der Reformation zugeschrieben wird, aber auch, welche Werte und gesellschaftlichen Leitvorstellungen mit der Reformation verbunden (bzw. auf sie projiziert) werden. Das erste Jubiläum im Jahr 1617 etwa inszenierte die konfessionelle Auseinandersetzung am Vorabend des Dreißigjährigen Kriegs – und war von Polemik gegen die Katholiken, einer Konkurrenz zwischen Lutheranern und Reformierten sowie einer gesteigerten Endzeit‧erwartung geprägt. Mitten im Ersten Weltkrieg, 1917, wurde Luther zur Symbolfigur des deutschen Kampfes gegen die ganze Welt. 1983 – der 500. Geburtstag Luthers – stand im Zeichen der deutsch-deutschen Konkurrenz: Beide Staaten reklamierten Luther für sich, in beiden Staaten wurde aber auch betont, wie stark Luther in einem jeweils unterschiedlich ge‧deuteten gesellschaftlichen Kontext verstanden werden muss.

Und heute? Zwei Trends scheinen das Jubiläum 2017 − richtiger: dessen seit einem Jahrzehnt laufende Vorbereitung − zu prägen: einerseits die Vielzahl be‧teiligter Akteure mit unterschiedlichen Zielvorstellungen und Interessen, an‧dererseits die inhaltliche Diffusität dessen, was überhaupt gefeiert oder woran erinnert werden soll. …

Den vollständigen Artikel lesen Sie in DAMALS 12/2016.

PD Dr. Matthias Pohlig

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