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DAMALS-Buchwettbewerb 2019

„Stauffenberg. Porträt eines Attentäters “ von Thomas Karlauf ist Historisches Buch des Jahres 2019

Die platzierten Bücher des DAMALS Buchwettbewerbs 2019. (Redaktion DAMALS)

Eine hochkarätige Jury aus renommierten Wissenschaftlern und Medienvertretern hat im DAMALS-Buchwettbewerb das Buch von Thomas Karlauf: Stauffenberg. Porträt eines Attentäters (Blessing Verlag) zum Historischen Buch des Jahres gekürt. Insgesamt wurden 21 Bücher in sieben Kategorien ausgezeichnet. Bereits zum 21. Mal zeichnete DAMALS – Das Magazin für Geschichte die besten Bücher des Jahres aus.

Das sagt die Redaktion zur Prämierung des Buches: Was trieb den Hitler-Attentäter an? Diese Frage verfolgt Thomas Karlauf in seinem glänzend geschriebenen Buch, in dem er eine fesselnde Charakterstudie Klaus Graf Schenk von Stauffenbergs entwirft. Karlauf verabschiedet beliebte Legenden wie die, der Attentäter sei schon immer Hitler-Gegner gewesen, und beleuchtet Stauffenbergs Gedankenwelt neu: „Wenn es einen geistigen Urheber des Attentats auf Adolf Hitler am 20. Juli 1944 gab, dann war es Stefan George.“

Die Gedankenwelt Stauffenbergs

Im elitären Kreis um den als Propheten verehrten Dichter Stefan George, dem Stauffenberg angehörte, wurde die Fixierung auf eine Verschwörung, die das alte Regime hinwegfegen und das „Neue Reich“ errichten solle, gepredigt. Dieser Gedanke war entscheidend dafür, dass sich der Offizier über seinen Eid hinwegsetzte, denn die prägenden Lebensstationen – die adlige Sozialisation, das Offizierskorps und die Bindung an George – hatten zunächst zu einer Bejahung des NS-Regimes geführt. Erst im Sommer 1942 begann sich Stauffenberg aus politisch-militärischen – nicht aus moralischen – Gründen von Hitlers Großmachtpolitik abzuwenden. Wie dann das Attentat geplant und durchgeführt wurde, ist dramatisch zu lesen. Stauffenberg, der sich am Ende von vielen der Mitverschwörer verlassen fühlte, war dabei klar, dass ihn seine mutige Tat in den Augen der meisten Deutschen zum Verräter stempeln würde.

DAMALS-Buchwettbewerb 2019
Ergebnis

Das Buch des Jahres:
Thomas Karlauf: Stauffenberg. Porträt eines Attentäters (Blessing)

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Einzelstudie
1. Frank Rexroth: Fröhliche Scholastik. Die Wissenschaftsrevolution des Mittelalters (C. H. Beck)
2. Ulinka Rublack: Der Astronom und die Hexe. Johannes Kepler und seine Zeit (Klett-Cotta)
3. Frank Bösch: 1979. Als die Welt von heute begann (C. H. Beck)

Überblick
1. Richard J. Evans: Das europäische Jahrhundert. Ein Kontinent im Umbruch. 1815 – 1914 (DVA)
2. Dirk van Laak: Alles im Fluss. Die Lebensadern unserer Gesellschaft (S. Fischer)
3. Klaus Bringmann: Das Volk regiert sich selbst. Eine Geschichte der Demokratie (wbg Theiss)

Ästhetik
1. Gilbert J. Gorski/James E. Packer: Das Forum Romanum (wbg Philipp von Zabern)
2. Bernd Schneidmüller/Harald Wolter-von dem Knesebeck: Das Evangeliar Heinrichs des Löwen und Mathildes von England (wbg)
3. Patrick Rössler/Elizabeth Otto: Frauen am Bauhaus. Wegweisende Künstlerinnen der Moderne (Knesebeck)

Unterhaltung
1. Harald Jähner: Wolfszeit. Deutschland und die Deutschen 1945 – 1955 (Rowohlt Berlin)
2. Peter Neumann: Jena 1800. Die Republik der freien Geister (Siedler).
3. Martin Zimmermann: Die seltsamsten Orte der Antike. Gespensterhäuser, hängende Gärten und die Enden der Welt (C. H. Beck)

Denkanstöße
1. Dieter Langewiesche: Der gewaltsame Lehrer. Europas Kriege in der Moderne (C. H. Beck)
2. Robin Lane Fox: Die andere Geschichte der Bibel. Fakt und Fiktion in der Heiligen Schrift (Klett-Cotta)
3. Jonathan Bach: Die Spuren der DDR. Von Ostprodukten bis zu den Resten der Berliner Mauer (Reclam)

Autobiographisches
1. Marc Aurel: Selbstbetrachtungen (Reclam, € 24,–.
2. Shen Fu: Aufzeichnungen aus einem flüchtigen Leben (Matthes & Seitz)
3. Jean-Luc Bellanger: „Feindbegünstigung“. Als politischer Häftling im Strafgefängnis Wolfenbüttel (Wallstein)

Biographie
1. Thomas Karlauf: Stauffenberg. Porträt eines Attentäters (Blessing)
2. Tim Blanning: Friedrich der Große. König von Preußen. Eine Biographie (C. H. Beck)
3. Bernd Roeck: Leonardo. Der Mann, der alles wissen wollte (C. H. Beck)

Mehr Informationen zur Jury und den platzierten Büchern in den sieben Kategorien des Wettbewerbs gibt es hier.

Die Jury

Dr. Franziska Augstein, Süddeutsche Zeitung
Joachim Güntner, Neue Zürcher Zeitung
Prof. Dr. Ulrich Herbert, Universität Freiburg, Neuere und Neueste Geschichte
Prof. Dr. Gabriele Metzler, Humboldt-Universität Berlin, Geschichte Westeuropas und der transatlantischen Beziehungen
Dr. Günter Müchler, ehem. Programmdirektor Deutschlandfunk
Prof. Dr. Volker Reinhardt, Universität Freiburg / Schweiz, Allgemeine und Schweizer Geschichte der Neuzeit
Prof. Dr. Gabriela Signori Universität Konstanz, Mittelalterliche Geschichte
Prof. Dr. Michael Sommer, Universität Oldenburg, Alte Geschichte
Stefan Bergmann und Dr. Heike Talkenberger, Redaktion DAMALS

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