Alternative zur Alternativlosigkeit - wissenschaft.de
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Alternative zur Alternativlosigkeit

Alles könnte anders sein: Man muss nur mal, das zeigt diese „Gesellschaftsutopie für freie Menschen“, mit anderen Augen auf das blicken, was, scheinbar alternativlos, ist. Und schon schmelzen Selbstverständlichkeiten wie Schnee in der Frühlingssonne. Der Allgemeinplatz etwa, dass wir in einer Wissensgesellschaft leben. „Nichts könnte falscher sein“, so Harald Welzer. „Wir leben in einer Gesellschaft, in der Wissen gelehrt und Unwissen praktiziert wird, ja, in der Tag für Tag gelernt wird, wie man systematisch ignorieren kann, was man weiß.“ Weltweit laufe ein gigantisches Experiment, ausgehend von der Hypothese, auf einem begrenzten Planeten sei grenzenloses Wachstum möglich. Eine Art Wahnsystem. Welzer will diesem einen therapeutischen Blick entgegenhalten. Dabei distanziert er sich von jenen 5-vor-12-Appellen, die einen Sofortkomplettumbau der Welt verlangen – und uns in Ehrfurcht vor der monströsen Aufgabe erstarren lassen. Stattdessen stellt er konkrete Bausteine vor, aus denen eine bessere Welt zusammengesetzt sein könnte. Etwa: Eine erfüllende Arbeit suchen statt sich über einen sinnentleerten Bullshit-Job mit Statuskonsum hinwegtrösten. „Kleine Transformationen“ nennt Welzer diese Bausteine. Jeder kann jederzeit mitmachen. In der Summe bekommen wir, wie von selbst, eine Welt, die die Menschen besser aushält. Und eine Welt, die die Menschen besser aushalten.

Harald Welzer
Alles könnte anders sein
Eine Gesellschaftsutopie für freie Menschen
Fischer. 320 Seiten, 22 €

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