Kreiser, Klaus Atatürk – Eine Biographie - wissenschaft.de
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Kreiser, Klaus

Atatürk – Eine Biographie

Er hat die Türkei verändert wie kein Zweiter: Mustafa Kemal Atatürk (1881–1938). 1923 rief er, der zuvor eine Militärkarriere durchlaufen hatte, den türkischen Nationalstaat aus und wurde dessen erster Staatspräsident. Unbedingt westlich orientiert, schaffte Atatürk danach das Sultanat und das Kalifat ab, verlegte die Hauptstadt von Istanbul nach Ankara, ersetzte die arabische Schrift durch die lateinische und schuf eine Gleichstellung der Frauen vor dem Gesetz – um nur einige wichtige Reformpunkte zu nennen. Tief griffen seine Maßnahmen in das Alltagsleben der Bevölkerung ein, die in weiten Teilen nur gezwungenermaßen den Weg zur westlichen Moderne beschritt.

Klaus Kreiser hat den atemberaubenden Aufstieg des aus einfachen Verhältnissen stammenden Atatürk zum autoritären Reformer der Nation in seiner lesenswerten Biographie nachgezeichnet. Der Personenkult um Atatürk kennt in der Türkei noch heute keine Grenzen, wie die empörte Kritik an einem Kinofilm zeigt, der es wagte, Atatürk neben aller Würdigung seiner Leistungen auch mit seinen menschlichen Schwächen darzustellen. Kreisers Bild von Atatürk dagegen spart zum Glück Zwischentöne und kritische Überlegungen keineswegs aus.

Rezension: Talkenberger, Heike

Kreiser, Klaus
Atatürk – Eine Biographie
Verlag C. H. Beck, München 2008, 334 Seiten, Buchpreis € 24,90
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