Fuhrer, Therese Augustinus - wissenschaft.de
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Fuhrer, Therese

Augustinus

Als höchst einflußreiche Figur der Spätantike und Autor eines umfangreichen Werks möchte die Professorin für Klassische Philologie Therese Fuhrer den Kirchenlehrer Augustinus würdigen. In der Tat hat der im Jahr 354 in Thagaste/Numidien (heute Souk Ahras in Algerien) geborene Augustinus, der seinen Stenographen im Schichtbetrieb bis in die Nacht hinein diktierte und ganze Gruppen von Kopisten beschäftigte, eine große Fülle von Büchern, Briefen und Predigten hinterlassen und beeinflußte wie kaum ein anderer die Entwicklung der christlichen Theologie. Im ersten Teil des Bandes charakterisiert die Autorin die wichtigsten Lebensstationen des Augustinus von den frühen Anfängen als Grammatik- und Rhetoriklehrer über die prägende Phase in Mailand, wo er sich 387 taufen ließ, bis hin zu Priesterweihe, Klostergründung und Bischofsamt in Hippo Regius (an der nordafrikanischen Küste).

Der zweite, größere Teil stellt detailliert die Schriften Augustins unter thematischen Schwerpunkten vor. Ausführlich erläutert Fuhrer etwa die wohl bekannteste Schrift des Kirchenlehrers, seine „Confessiones“, die eine Kombination von literarisierter Autobiographie und Bibelinterpretation darstellen. Eine systematische und eine chronologische Werkübersicht erleichtern die Orientierung, ein Register der genannten Stellen und Werktitel ermöglicht ein gezieltes Nachschlagen.

Rezension: Talkenberger, Heike

Fuhrer, Therese
Augustinus
Wissenschaftliche Buchgesellschaft, Darmstadt 2004, 200 Seiten, Buchpreis € 14,90
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