BIG BANG - wissenschaft.de
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Bücher

BIG BANG

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Autor: Simon Singh-xxx- Verlag: Hanser, München 2005-xxx- Seiten: 541-xxx- ISBN: 3-446-20598-5-xxx- Buchpreis: € 24,90
Der Ursprung der Kosmologie und die Erfindung der modernen Naturwissenschaft

DIE THEORIE VOM Urknall gab der Welt einen zeitlichen Beginn und machte den Menschen damit vertraut, dass sich das Universum möglicherweise bis in alle Unendlichkeit ausdehnt und den Kältetod sterben wird. Die Geschichte dieser Theorie begann Ende der Zwanzigerjahre mit Edwin Hubbles Entdeckung, dass sich die Galaxien voneinander entfernen. Daraus schloss der belgische Abbé Georges Lemaître, die Welt müsse aus einem „Uratom“ entstanden sein. Beschreiben kann man einen sich aufblähenden Raum nur im Rahmen der Allgemeinen Relativitätstheorie, weswegen auch Einstein zu den Protagonisten in dieser spannenden Wissenschaftsgeschichte zählt.

Simon Singh stellt die Forscher und ihre entscheidenden Entdeckungen sehr anschaulich vor und lässt damit ein Stück Wissenschaftsgeschichte lebendig werden. Die erschöpft sich keineswegs in scharfsinnigen Diskussionen, aufwendigen Beobachtungen und brillanten Theorien, sondern hat auch ihre dunklen Seiten. So beschreibt Singh, wie Theologen und kommunistische Ideologen die Urknalltheorie in ihrem Sinn zurechtgebogen und unliebsame Wissenschaftler bekämpft haben.

Dem Physiker und Wissenschaftsjournalisten Singh ist natürlich klar, dass die Urknalltheorie nur auf dem Fundament der „klassischen“ Astronomie errichtet werden konnte. Entsprechend geht es in der ersten Hälfte seines Buches um die Entwicklung des Weltbildes von der Antike über Kopernikus, Kepler und Galilei bis in die Neuzeit.

Wenig Raum gibt er indes den modernsten, freilich oft sehr spekulativen Entwicklungen. So streift er nur kurz die Frage, warum die Naturkonstanten ausgerechnet so eingerichtet sind, dass ein bewohnbares Universum entstehen konnte. Die damit zusammenhängenden Hypothesen über Multi-Universen oder das sich selbst reproduzierende inflationäre Universum fehlen. Die neuen Erkenntnisse zur Dunklen Energie erwähnt er kaum, und Stephen Hawking kommt erstaunlicherweise überhaupt nicht zu Wort. Davon abgesehen, ist Singh die derzeit wohl erfrischendste populärwissenschaftliche Darstellung der Kosmologie gelungen.

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Thomas Bührke

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