Weiner, Tim CIA – Die ganze Geschichte - wissenschaft.de
Anzeige
Anzeige

Weiner, Tim

CIA – Die ganze Geschichte

Das Buch des Pulitzer-Preisträgers Tim Weiner, Journalist der „New York Times“, hat Furore gemacht. Sein Thema ist der Auslandsnachrichtendienst der USA, die „Central Intelligence Agency“ (CIA). Tim Weiner formuliert seine Thesen gleich zu Beginn: Die CIA habe bei der Aufgabe, „die Welt zu begreifen, wie sie ist“, auf der ganzen Linie versagt. Im Kalten Krieg seien die amerikanischen Geheimdienstler den sowjetischen hoffnungslos unterlegen gewesen, denn hier wie auch später sei es nicht gelungen, „den Feind zu kennen“. Nicht nur den nahenden Zusammenbruch des Kommunismus habe man nicht gesehen, fatal unterschätzt worden sei vor allem die Gefahr des Islamismus.

Die zahlreichen Beispiele für folgenschwere Manipulationen, Fehleinschätzungen und falsche Berichte der CIA (der bekannteste ist der über die angeblichen Atomwaffen im Irak, der Bush als Begründung für seinen Krieg diente) oder die Waffenlieferungen an verbrecherische Regimes zur „Wahrung amerikanischer Interessen“ werfen zugleich ein bezeichnendes Licht auf die politischen Vorgaben der jeweiligen Präsidenten. Weiners spannende Schilderung beruht auf der Grundlage von 50 000 Dokumenten sowie Hunderten von Interviews und Zeitzeugenberichten; für sein Buch erhielt er den renommierten „National Book Award“.

Rezension: Talkenberger, Heike

Weiner, Tim
CIA – Die ganze Geschichte
S. Fischer Verlag, Frankfurt am Main 2008, 864 Seiten, Buchpreis € 22,90
Anzeige

DAMALS | Aktuelles Heft

Bildband DAMALS Galerie

Anzeige

Aktueller Buchtipp

Wissenschaftslexikon

Pin|se|lei  〈f. 18; abwertend〉 I 〈unz.〉 anhaltendes, lästiges Pinseln II 〈zählb.〉 schlechte Malerei, schlechtes Gemälde ... mehr

Ac|ti|no|i|de  〈Pl.; Chem.〉 = Aktinoide

Ra|dix  〈f.; –, –di|zes od. –di|ces; Anat.; Bot.〉 Wurzel [lat., ”Wurzel“]

» im Lexikon stöbern
Anzeige
Anzeige